Korneuburg

Erstellt am 14. November 2018, 05:01

von Veronika Löwenstein

OMV-Tests: Sorge um Trinkwasser. Robert Manhart, SP-Gemeinderat und Wassermeister der Stadt, schlug in der Gemeinderatssitzung Alarm: Er fürchtet, dass bei den geoseismischen Messungen der OMV, die Mitte/Ende Dezember in Korneuburg stattfinden sollen, das städtische Wasserleitungsnetz Schaden nehmen könnte.

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Wie berichtet, will die OMV auch im Bereich Korneuburg nach Erdgas suchen. Zum Einsatz kommen spezielle Vibrationsfahrzeuge, deren Schallwellen bis in eine Tiefe von 6.000 Meter reichen. Das Verfahren würde im Bereich des Wasserleitungsnetzes in Leobendorf, aber auch im Stadtgebiet auf größeren Straßenzügen wie der B3 angewendet werden, informierte der Bereichsleiter der städtischen Wasserversorgung. Ihm bereitet vor allem der Gedanke an die alten Wasserleitungsrohre, die aus Asbestzement und teilweise noch aus Grauguss bestehen, Sorge.

„Die Asbestzementleitungen sind sehr gebrechlich“, appellierte er, das Vibroseismikverfahren auf Korneuburger Gemeindegebiet zu untersagen. „Verunreinigungen und Verkeimung unseres Trinkwassers können nicht ausgeschlossen werden“, fürchtet er. Die SPÖ brachte deshalb einen Dringlichkeitsantrag ein, der OMV keine Einwilligung für die Arbeiten zu geben, der aber mit den Stimmen von ÖVP und FPÖ abgelehnt wurde.


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