Bedingte Strafe für Geisterfahrerin (81). „Ich werde nie wieder hinter einem Steuer sitzen“, erklärte Unglückslenkerin einsichtig.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 25. November 2019 (05:06)
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Am 8. Juli dieses Jahres startete eine 81-Jährige in den Morgenstunden eine Fahrt im Wagen ihres Gefährten von Patzenthal nach Wien. Sie fuhr auf der B 6 nach Korneuburg. Eine Strecke, die die Wienerin, wie sie vor Gericht erzählte, schon sei 20 Jahren kennt und unfallfrei bewältigt habe.

An jenem Tag habe sie aber im Kreisverkehr Korneuburg Nord die falsche Abfahrt erwischt und deshalb sei sie auf die S 1 in Richtung Wolkersdorf aufgefahren: „Ich kannte mich gar nicht mehr aus und wollte einfach wieder auf eine mir bekannte Strecke“, erklärte die 81-Jährige vor Gericht, warum sie einfach umgedreht und dann ohne Licht den Tradenberg- und Stettnertunnel passiert habe.

Eine Aufzeichnung einer Überwachungskamera belegte, dass rund 30 entgegenkommende Lenker verreißen oder bremsen mussten, um nicht mit dem Wagen der Geisterfahrerin zu kollidieren. Insgesamt gefährdete die Lenkerin an die 100 Personen: „Es tut mir leid. Ich habe den Schein abgegeben und werde nie wieder hinter einem Steuer sitzen“, erklärte sie. Für die bislang unbescholtene Rentnerin setzte es sechs Monate bedingt.