Postareal: „Schlechter Scherz“. Die SPÖ will Naherholung, die ÖVP Kommunalsteuern. Was mit dem Grundstück tatsächlich passiert, weiß aber noch keiner.

Von Bernhard Preineder. Erstellt am 30. April 2018 (07:50)
Baumgärtel setzt sich für „Naherholung“ ein. Arbesser: „Autobahn, Kraftwerk, B3: Erholung stelle ich mir anders vor.“
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Uneinigkeit herrscht über die zukünftige Verwertung des ehemaligen Postareals. Das ist nichts Neues, jetzt aber gibt es seitens der SPÖ einen konkreten Wunsch: Man will hier ein Naturerholungsgebiet schaffen. Die ÖVP spricht von einem Scherz.

Wie berichtet, will die SPÖ eine Rückwidmung des ca. 40 Hektar großen Areals in ein Naherholungsgebiet. Die bestehende Widmung wäre 30 Jahre alt und nicht mehr zeitgemäß. Vielmehr soll das Gebiet eine echte Perle werden. Das wäre auch im Sinne der Familien, Pächter und Einzelbürger, glaubt der stellvertretende Vorsitzende der SPÖ Langenzersdorf, Christoph Baumgärtel.

Die ÖVP lehnt das ab. Wie ÖVP-Bügermeister Andreas Arbesser erklärte, befinden sich die Grundstücke nicht im Eigentum der Marktgemeinde, sondern gehören u.a. der Post und dem Verbund. „Da geht es dann auch um Entschädigungszahlungen“, ist er sich sicher. Und überhaupt gäbe es hier noch Möglichkeiten, zu Kommunalsteuern zu kommen, wobei er sich aber dezidiert gegen Indus-trie und produzierende Betriebe ausspricht. Mit Skepsis betrachtet er auch den Wunsch nach einem Naherholungsgebiet, da das Areal von Bundesstraße, Autobahn, Kraftwerk und Hochspannungsleitungen eingeschlossen ist. „Wenn das die SPÖ unter Erholung versteht, dann verstehe ich die Welt nicht mehr“, wundert er sich.