Resolution: Ja zur Sonderschule. Der Gemeinderat verabschiedete mit Ausnahme der FPÖ eine Resolution für den Erhalt des Sonderpädagogischen Zentrums.

Von Bernhard Preineder. Erstellt am 03. Juli 2017 (09:04)
NOEN, zVg
ÖVP-Vizebürgermeisterin: Fuchs-Moser

ÖVP-Vizebürgermeisterin Helene Fuchs-Moser kann man nicht so leicht aus der Fassung bringen – außer wenn „jemand über etwas redet, von dem er überhaupt keine Ahnung hat“, so Fuchs-Moser, die auch Direktorin der Polytechnischen Schule Korneuburg ist. Das bringt sie dann auf die Palme. In diesem Fall war es die FPÖ, die von ihr diesbezüglich gerügt wurde.

In der letzten Gemeinderatssitzung stand unter anderem das Thema „Sonderschule“ auf der Tagesordnung. Bekanntlich soll diese Schulform bis 2020 abgeschafft werden. Die Kinder sollen infolge am regulären Unterricht teilnehmen können. Die ÖVP brachte einen Dringlichkeitsantrag ein, um diese Schulform zu erhalten.

Förderung der Inklusion und Erhalt der Schule

Sinngemäß heißt es in der Resolution, die an das Land, das zuständige Ministerium und den Landesschulrat gehen soll: „Wir wollen weiterhin die Förderung der Inklusion bei gleichzeitigem Erhalt der Schule.“ Die Dringlichkeit wurde zwar einstimmig bestätigt, bei der Abstimmung über den Inhalt spießte es sich allerdings.

FPÖ-Gemeinderat Markus Schindler hatte da so seine Bedenken, oder besser gesagt, eine andere Ansicht: „Es kann nicht in unserem Interesse sein, dass die Kinder in eine Sonderschule abgeschoben werden. Besser wäre es, sie in die normale Gesellschaft zu integrieren.“

„Es werden schon jetzt keine Pädagogen mehr in dieser Richtung ausgebildet“, warnt Fuchs-Moser vor der Abschiebung der Kinder in die Volksschule, denn dort wären sie in einer normalen Klasse ganz einfach nicht zu integrieren.

Auch der Fraktionsobmann der SPÖ, Martin Peterl, unterstützte die Resolution. „Obwohl“, wie er sagte „sie gegen unsere eigene Bundesministerin (Anm. der Red.: Sonja Hammerschmid) gerichtet ist.“

Zur Erinnerung: Das Zentrum für Inklusiv- und Sonderpädagogik (früher Sonderschule) wurde vor wenigen Jahren gleichzeitig mit dem Gymnasium eröffnet und bietet alles, was man für die Betreuung von Kindern mit speziellen Bedürfnissen benötigt, z.B. auch ein Therapiebecken.