Schulbus: Warten war vergeblich. Nach der Neuausschreibung kennen offenbar einige der Chauffeure ihre Routen noch nicht. Haltestellen werden nicht bedient.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 29. September 2017 (05:00)
Shutterstock/patat
Kein Einzelfall seit Schulbeginn: Kinder warteten vergeblich auf den Bus.

Schüler, die vergeblich auf ihren Bus warten, um zur Schule oder nach Hause zu kommen, sind derzeit kein Einzelfall. Die Beschwerden häufen sich. Letzten Dienstag wartete rund ein Dutzend Kinder aus der 1. und 2. Klasse der AHS Korneuburg vergeblich auf ihren Postbus, der sie um 16.07 Uhr hätte abholen sollen.

Fast eine Stunde auf Bus gewartet

Fast eine Stunde mussten sie ausharren, bis der nächste Bus kam, der sie zum Bahnhof brachte. „Es war an diesem Tag sehr windig und regnerisch“, weiß Viktoria Stuppner, deren Sohn unter den Wartenden war.

Uli Höbarth-Kaindl rechnet jeden Morgen damit, dass sie ihre Tochter zur Schule bringen muss, weil der Postbus wieder einmal vergessen hat, die Haltestelle in der Hans-Kudlich-Straße anzufahren. Drei Busse kommen in der Früh aus Richtung Hagenbrunn, einer sollte besagte Haltestelle anfahren. „Aber nicht einmal das schafft er“, ärgert sich die Mutter, die bei ihrer telefonischen Beschwerde quer durchs Land geschickt wurde und noch heute auf eine Rückmeldung wartet.

Stuppner kennt aber auch noch eine andere Geschichte: Ein Bus, der zweimal in Kleinrötz (Gemeinde Harmannsdorf-Rückersdorf) hätte halten sollen, fuhr einfach daran vorbei. „Er fuhr erst wieder zurück, als sich ein Fahrgast aufregte, dass er eigentlich in Kleinrötz aussteigen wollte“, erzählt sie. Sie hat mittlerweile den Elternverein der AHS informiert und will die Beschwerden sammeln.

"Dürfte mit Neuausschreibung zu tun haben"

„Die Probleme dürften mit der Neuausschreibung zu tun haben“, mutmaßt die Grüne-Mobilitätsstadträtin Elisabeth Kerschbaum. Die Buschauffeure wüssten offenbar noch nicht über die neuen Routen Bescheid, glaubt Kerschbaum, die jetzt ein Schreiben der Stadtgemeinde an die Verantwortlichen aufsetzen will.

Die ÖBB verweist auf Subunternehmer, die die Kurse teilweise bedienen. Die Kurse seien zum Teil falsch geführt worden, gibt man zu. „Die Probleme wurden besprochen und sollten behoben sein“, versichert ÖBB-Sprecher Christopher Seif.