Falb nach Kritik: Nachtbus „billiger als ein Getränk“. Das neue Konzept sieht etwas höhere Preise und neue Abfahrtszeiten vor. Kritik von den Grünen.

Von Veronika Löwenstein und Michaela Höberth. Erstellt am 03. Juli 2019 (05:17)
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JVP-Bezirksobmann Bernhard Dunkel und Bürgermeister Christian Gepp beim Sichten der Umfrageergebnisse. „Viele Wünsche werden umgesetzt“, verspricht der Stadtchef.

Der Nachtbus, der am Wochenende zwischen Wien und Stockerau verkehrt, wurde auf neue Beine gestellt. Die neuen Abfahrtszeiten und Fahrpreise treten mit Anfang September in Kraft und gelten vorerst bis Ende 2020.

Gepp: „Wollten uns mit Preisen den VOR-Tarifen annähern“

Wie berichtet (siehe hier) , stand das Nachtbus-Projekt Ende letzten Jahres bereits kurz vor dem Aus. Die beiden Städte argumentierten mit sinkenden Fahrgastzahlen und steigenden Kosten. Nach einem Aufschrei der SPÖ in den betroffenen Gemeinden und einer nochmaligen Überprüfung der Zahlen wurde ein neues Konzept in Aussicht gestellt, das nun auf dem Tisch liegt.

Um Geld zu sparen, wurde der Fahrplan geringfügig abgeändert und an der Kostenschraube gedreht (siehe unten). Die Abfahrt vom Schwedenplatz (Morzinplatz) wurde von 1.10 auf 1.30 Uhr und von 3.10 auf 3.30 Uhr verschoben. Damit erspart man sich pro Fahrt rund 40 Euro.

„Mit den Preisen wollten wir uns den VOR-Tarifen annähern“, so Korneuburgs Bürgermeister Christian Gepp. Eingeflossen in die Neuerungen sind auch die Umfrageergebnisse der JVP zum Nachtbus.

Insgesamt 431 Personen aus den betroffenen Gemeinden haben sich beteiligt, 78 Prozent fallen in die Gruppe der 16- bis 25-Jährigen. Bei der Umfrage wurden u.a. bevorzugte Zeiten, Stationen und Preisgrenzen abgefragt. „Wir wollten denjenigen eine Stimme geben, die den Nachtbus aktiv nutzen möchten“, erklärt JVP-Bezirksobmann Bernhard Dunkel den Hintergedanken.

In den beiden Städten wurde das neue Konzept bereits von den Gemeinderäten abgesegnet. In Korneuburg pochte die SPÖ weiter auf eine bessere Bewerbung des Angebots. In Stockerau stießen sich die Grünen an der Erhöhung des Fahrpreises und forderten auf, sich im Sinne der Jugendmobilität länger als eineinhalb Jahre zu dem Angebot zu bekennen. „Wir reden hier von einem Euro. In Wien kostet ein Getränk mehr als die Fahrkarte nach Wien“, konterte VP-Vizebürgermeister Martin Falb.

Umfrage beendet

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