Über eine Million Bücher: Sammeln für größte Bibliothek. Über eine Million Bücher hat Viktor Lazić gesammelt. Am 2. und 3. November stellt er sein Projekt in der Michlfarm vor.

Von Bernhard Preineder. Erstellt am 04. Oktober 2018 (04:00)
privat
„Büchersammler“ Viktor Lazić wird am 3. November um 18 Uhr persönlich in der Michlfarm sein, um über das Projekt der „größten Bibliothek zwischen Wien und Istanbul“ zu berichten.

„Wenn ein gedrucktes Buch erst einmal weggeworfen wurde, ist es verloren – retten wir die Bücher vor der Vernichtung.“ Das ist das Credo von Viktor Lazić, der sich dazu anschickt, in Belgrad die größte physische Bibliothek (also mit echten, greifbaren Büchern) zwischen Wien und Istanbul zu errichten.

Der Kleinengersdorfer Verein für Energie-Autarkie will ihn dabei tatkräftig unterstützen. Obmann und Organisator Herbert Starmühler, der den Sammler in Belgrad besucht hat, ruft deshalb zu einer Büchersammlung in der Michlfarm auf. „Wir nehmen alles: Kinderbücher, Lexika, Reisebücher, Romane, egal in welcher Sprache“, so Starmühler.

Klingt nach „Messi“, hat aber trotzdem System

Zur Person: Lazić ist ein Verrückter, natürlich im positiven Sinne gemeint. Er sammelt Bücher, egal welchen Genres, eben einfach alle, die er in die Hände kriegen kann. Die erste Million hat er bereits überschritten. Das klingt ein bisschen nach „Messi“, ist es aber nicht, denn der 31-Jährige arbeitet mit System.

Permanente Ausstellung geplant

So hat er sich ein Netz aus Depots geschaffen, viele davon wurden von der Nachbarschaft zur Verfügung gestellt. In deren Kellern und Dachböden stapeln sich die Bände in mittlerweile 7.000 Bananenkisten, und natürlich gibt es auch in seinem Haus kaum mehr ein freies Plätzchen. Der begeisterte Sammler plant jetzt eine permanente Ausstellung in der Belgrader Innenstadt. Gespräche dazu haben begonnen. Was er aber nicht anpeilt, ist die eine, die große zentrale Bibliothek. „Das ist mir zu gefährlich, etwa wenn ein Feuer ausbricht“ sagt er. Deshalb bevorzugt er ein dezentrales Konzept.

Dass er seinem Ziel ein Stück näher rücken kann, dazu kann jeder selbst sein Scherflein beitragen, und zwar am 2. November von 15 bis 18 Uhr und am 3. November von 9 bis 20 Uhr in der Michlfarm, zum Scheibenstand 11, gleich hinter dem Justizgebäude. Viktor Lazić wird am 3. November um 18 Uhr vor Ort sein, um über das Projekt der „größten Bibliothek zwischen Wien und Istanbul“ zu berichten. Die Organisatoren ersuchen, dass, wenn möglich, die Bücher in Schachteln mitgebracht werden sollten, um später den Transport zu erleichtern.

Bürgermeister Christian Gepp wird den Ehrenschutz übernehmen. Näheres im Internet unter www.michlfarm.at.