Wohnbau statt Gastro: Aus für Komma-Bar . Nach dem Verkauf der Liegenschaft in Korneuburg erhielt der Wirt der Komma-Bar überraschend die Kündigung des Pachtvertrags.

Von Manfred Mikysek. Erstellt am 17. Februar 2021 (03:11)
Aus für die Komma-Bar in Korneuburg: Auf dem letzten freien Grundstück in Bahnhofslage wird ein Wohnbau errichtet.
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KORNEUBURG Auch wenn im März oder April die Gastronomie wieder aufsperren darf, die Komma-Bar wird geschlossen bleiben. Das Lokal am Dr.-Max- Burckhard-Ring/Ecke Eisenbahngasse hat per 31. Jänner das endgültige Aus vollzogen. Der Grund liegt nicht in den wirtschaftlichen Schwierigkeiten für die Gastronomie durch die Corona-Pandemie, sondern in der Beendigung des Pachtvertrags. Pächter Peter Gratzl ist verärgert: „Ich war überzeugt, ich hätte einen unbefristeten Vertrag, doch jetzt trat eine Zusatzklausel in Kraft, wonach der Vertrag gekündigt wurde.“

Noch kein genauer Zeitplan für Umsetzung

2015 hat der ehemalige Kfz-Meister das Lokal von den Minnich-Brüdern gepachtet und mit der Bar bereits langfristige Pläne geschmiedet. Zu seiner Überraschung hat er im November des Vorjahres vom neuen Besitzer der Liegenschaft vom vollzogenen Eigentümerwechsel und der Vertragsbeendigung erfahren. Er ist enttäuscht, nicht die Möglichkeit erhalten zu haben, ein Kaufangebot an Minnich zu stellen. Von Robert Schaller, dem neuen Eigentümer, erfuhr er, dass das Gebäude abgerissen und auf der zirka 650 Quadratmeter großen Liegenschaft in direkter Bahnhofsnähe ein Wohnbau errichtet werden soll.

Schaller bestätigte im NÖN-Interview, dass er im Frühjahr 2020 die Liegenschaft erworben hat. Er möchte auf dem letzten freien Grundstück in Bahnhofslage einen Wohnbau errichten. Derzeit befindet sich das Projekt in der Planungsphase. „Einen Zeitplan für die Realisierung gibt es noch nicht, ich arbeite derzeit an anderen Projekten“, betont Schaller. Noch im Februar übersiedelt er seine Immobilien-Firma auf den Hauptplatz 20 in Korneuburg, der Plan ist fix.