Hell erleuchtete RWA-Zentrale „war nur Testbetrieb“

Erstellt am 10. Juni 2020 | 04:39
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Für Aufregung sorgte die helle Beleuchtung der noch nicht fertigen RWA-Zentrale. Bei Inbetriebnahme werde es höchstens einedezente Bestrahlung geben, versichert die RWA.
Foto: LELOG/privat
Unternehmen entschuldigt sich für Beleuchtung. Test war nicht freigegeben.
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Diesen Herbst soll die RWA (Raiffeisen Ware Austria AG)-Zentrale trotz Verzögerungen wegen der Coronakrise fertiggestellt werden. Doch schon jetzt sorgte das Gebäude kurzzeitig für helle Aufregung – im wahrsten Sinne des Wortes. Eine Nacht lang war das Gebäude grell beleuchtet und weit über die Grenzen der Stadt zu sehen.

Bei der Umweltschutzinitiative LELOG, die sich im Kampf gegen die Errichtung des Postverteilerzentrums in Langenzersdorf gegründet hatte, liefen die Telefone heiß. Von Lichtverschmutzung bis zur Energieverschwendung reichte die Kritik. Jetzt entschuldigt sich die RWA ganz offiziell für das Versehen.

„Es ist es zu einer verständlichen Verunsicherung der Anrainer und Korneuburger gekommen.“RWA-Sprecherin Michaela Fritsch

„Hinsichtlich der Beleuchtung ist es leider zu einem Vorfall gekommen, für den wir uns entschuldigen“, bedauert RWA-Sprecherin Michaela Fritsch gegenüber der NÖN. Am Gebäude sei standardmäßig – wie bei vielen modernen Gebäuden – eine Beleuchtung vorgesehen.

Ein Mitarbeiter des Bauunternehmens hätte diese ohne Wissen der RWA zu Testzwecken in vollem Umfang und auf höchster Stufe in Betrieb genommen. „Dadurch ist es zu einer verständlichen Verunsicherung der Anrainer und Korneuburger gekommen“, sagt Fritsch.

Ob und wie eine etwaige Beleuchtung im Endausbau eingesetzt wird, sei derzeit noch offen. „Wir können allerdings versichern, dass eine derartige Beleuchtung wie im von uns nicht freigegebenen Testbetrieb zukünftig keinesfalls zu sehen sein wird“, verspricht sie.

Auch bei der LELOG zeigt man sich vorerst zufrieden. In einem offenen Brief hatte man die grelle Gebäudebestrahlung angeprangert. „Nur Minuten später habe ich einen Anruf des Generaldirektors erhalten, dass es sich nur um einen Testlauf gehandelt hätte“, erzählt LELOG-Obfrau Brigitte Etzeldorfer. Ihr wurde zugesichert, dass die Beleuchtung nach der Fertigstellung dezent ausfallen und die Zentrale auch nicht die ganze Nacht angestrahlt werde.

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