„Goldene Kelle“ für Haus Huber. Jury begründete Preisvergabe mit Grandezza und einem Gefühl wie auf einem Schiff.

Von Bernhard Preineder. Erstellt am 22. Juni 2018 (05:00)
Bei der Preisverleihung: Bürgermeister Andreas Arbesser, Architekt Alexander Janowsky, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Bauherrin Eva Jaro-tova, die Architekten Michael Porath, Jana Sack und Dietrich Untertrifaller sowie Landesbaudirektor Walter Steinacker.
Mayer

Wie man es auch machen kann, das zeigt das „Haus Huber“ in Langenzersdorf. Auf einem 100 Meter langen, aber nur elf Meter breiten Grundstück gelang eine ebenso augengefällige wie sinnvolle Bebauung. Dafür gab es die höchste Auszeichnung für vorbildliche Baugestaltung in Niederösterreich: die „Goldene Kelle“.

Was die Leser des Fachmagazins „Niederösterreich GESTALTE(N)“, welche die besten Einsendungen ausgewählt hatten, besonders beeindruckte, war, dass das Grundstück mit seiner eher ungewöhnlichen Struktur auf eine ursprünglich landwirtschaftliche Nutzung hinweist und es trotzdem möglich war, hier in einer gekuppelten Bebauungsweise ein Wohngebäude von höchster Form und Gestaltungsqualität zu errichten. Begründet wurde der Preis folgendermaßen:

Hier lässt es sich leben, oder wie die Jury meinte: Man hat das Gefühl, auf dem Deck eines Schiffes zu sein. 
NÖ GESTALTE(N)

„Eingebettet in die Topografie des Geländes und zur nachbarlichen Grundstücksgrenze hin komplett geschlossen, öffnet sich der lineare, zweigeschossige Baukörper entlang des halbgedeckten Freibereichs und erzeugt eine Wirkung, fast wie auf dem Deck eines Schiffes. Die elegante Gestaltung setzt auf den effektvollen Kontrast zwischen den Sichtbetonelementen und der Transparenz des rundum verglasten Obergeschosses und lässt einen Baukörper von zurückhaltender Grandezza entstehen.“

„Unsere Baukultur zeigt auch die Qualität des Miteinanders, den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und Umwelt und die Verantwortungsbereitschaft gegenüber kommenden Generationen“, lobte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.