Hilfe nach Wohnhaus-Explosion wird koordiniert. Auf der Website www.ichhelfejetzt.at kann man sein Spenden-Angebot eintragen.

Von Veronika Löwenstein. Update am 03. Februar 2021 (16:10)
FF Langenzersdorf

Nach der Gasexplosion in einem Wohnhaus in der Schulstraße mit einem Toten und mehreren Verletzten wurde die Gemeinde mit Hilfsangeboten überschüttet. Im Hotel Roderich, wo Bewohner nach ihrer Evakuierung untergebracht wurden, stapelten sich die Sachspenden.

Mit einem neuen Online-Erfassungssystem für Hilfsangebote und Sachspenden koordiniert die Marktgemeinde Langenzersdorf nun zentral sämtliche Hilfebekundungen. "Die Angebote werden so rasch erfasst, zentral organisiert und direkt koordiniert, um im Akutfall allen notleidenden Menschen sofort helfen zu können", heißt es von Seiten der Gemeinde.

Die Organisation erfolgt in drei Schritten:
Im ersten Schritt gibt der Spender online sein Hilfsangebot ein. Im zweiten Schritt werden die Daten zentral verarbeitet und kategorisiert. "Sobald ein Hilfe-Suchender das benötigte Hilfsangebot nutzen möchte, erfolgt die Kontaktaufnahmen durch die Gemeindemitarbeiter, um die Übergabe zu fixieren", heißt es weiter.

Alle Infos findet man unter www.ichhelfejetzt.at. Das Kooperationsprojekt wurde von der Gemeinde und lokalen Vereinen gemeinsam auf die Beine gestellt. Peter Rathammer vom Verein Sportunion Sunlit Actions hat sich für die technische Umsetzung des Projekts zur Verfügung gestellt, Monika Bitzinger von der Initiative Langenzersdorf für die inhaltliche Beratung.

Die Eingabe der bisherigen Daten und Zuordnung der Hilfsangebote übernehmen für das Projekt „Gasexplosion Langenzersdorf“ die Gemeindemitarbeiter.

Nachdem es sich bei der Gasexplosion in Langenzersdorf um ein Verbrechen handelt, können die betroffenen Opfer beim gemeinnützigen Verein "Weißer Ring" um Hilfe ansuchen. Der Weiße Ring bietet Soforthilfe-Maßnahmen wie finanzielle Unterstützung (z.B. 400 Euro für ältere Personen), Rewe-Lebensmittel-Gutscheine, stellt Krisengesprächspartner für Entlastungsgespräche zur Verfügung, prüft Entschädigungsansprüche und vermittelt bei Bedarf Psychotherapeuten. Die Mitarbeiter sind rund um die Uhr und kostenlos und der Notrufnummer 0800/112 112 erreichbar. Infos auch unter der Website: https://www.weisser-ring.at