Kritik nach Covid-19-Fällen in Kindergarten. Nach einigen positiven Testergebnissen beim Kindergartenpersonal werden nun alle Pädagoginnen getestet. Eltern fühlen sich nicht ausreichend informiert, Bürgermeister kontert.

Von Bernhard Preineder. Update am 21. Oktober 2020 (16:16)
Symbolbild
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In den sozialen Netzwerken gehen die Wogen hoch. Einige Kindergartenpädagoginnen des Kindergarten 1 in der Unteren Kirchengasse wurden positiv auf Corona getestet. Die User fragen sich nun, wie geht es weiter und warum gibt es keine Informationen an die Eltern, bleibt der Kindergarten geschlossen – und wenn ja – wie lange?

Die NÖN erreichte ÖVP-Bürgermeister Andreas Arbesser gerade während eines Krisengespräches mit Gemeindeamtsdirektor Helmut Heider, Vertretern der Bezirkshauptmannschaft und der Kindergarteninspektorin, um die weitere Vorgehensweise abzustimmen. Angedacht war jedenfalls, am Montag und Dienstag einen eingeschränkten, dafür aber sicheren Betrieb zu gewährleisten. Das wurde nun hinfällig.

Nach den Gesprächen hatte man sich noch am Sonntag zur Mittagszeit entschlossen, die ersten beiden Tage der Woche den Kindergarten zu schließen. Wie es weitergeht, hängt vom Testergebnis des weiteren Personals ab. Bürgermeister Andreas Arbesser reagierte auf die Kritik der mangelnden Information pragmatisch: „Es war uns einfach unmöglich zum jetzigen Zeitpunkt an die Öffentlichkeit zu gehen. Es war essentiell, dass wir zuerst das Prozedere mit der Bezirkshauptmannschaft koordinieren mussten. Wir werden jetzt natürlich sofort die Eltern über unsere weiteren Schritte informieren. “

Für ihn steht jedenfalls die Sicherheit der Kinder an erster Stelle. Deshalb werde auch das ganze Personal getestet und nur bei eindeutig negativen Testergebnissen werde der Betrieb wieder aufgenommen, versichert er.