Mit Ton, Gips und Bronze statt Holz. Giovanni Rindler gibt gemeinsam mit Brigitte Trieb eine Ausstellung im LE-Museum.

Von Bernhard Preineder. Erstellt am 26. Februar 2018 (08:37)
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Rindler gibt Überblick über sein gesamtes Schaffen.

Der aus dem Ladinischen stammende Bildhauer Giovanni Rindler feiert 2018 seinen 60. Geburtstag. Rindler ist im Bezirk Korneuburg kein Unbekannter: So fertigte er z.B. die Pietà bei der St.- Veits-Kirche in Kleinengersdorf an, und auch seine Affinität zur Hanakgemeinde liegt durch das Langenzersdorf-Museum auf der Hand, denn hier sind Werke seiner ehemaligen Lehrer ausgestellt.

Ab 7. März gibt Rindler nun einen Überblick über sein gesamtes Schaffen und bildet so eine fundierte Ergänzung zur Präsentation der Werke seiner Künstlerpartnerin Brigitte Trieb. Wir sprachen mit Rindler über das Wie und das Warum.

NÖN: Sie stellen ab 7. März im Langenzersdorf-Museum unter dem Titel „Figur“ Ihre Skulpturen aus. Welche Affinität haben Sie zur Hanakgemeinde?

Rindler: In Langenzersdorf gibt es das wichtigste Bildhauermuseum im Raum Wien zu sehen.

Was bedeutet es für Sie, dass Ihre Werke in einem Raum ausgestellt werden, wo sie gemeinsam mit jenen der großen Meister wie Hanak und Charoux zu sehen sind?

Rindler: Und nicht zu vergessen Alfred Czerny und Max Heindel. Hanak war der Lehrer von Fritz Wortruba und dessen Schüler Josef Pillhofer und Joanis Avramidis waren wieder meine Lehrer. Ich fühle mich dieser Schule dadurch auch verbunden.

Angefangen haben Sie ja als Holzbildhauer. Welchen Werkstoff bevorzugen Sie jetzt?

Rindler: Jetzt arbeite ich gerne in Gips und Ton und lasse die Arbeiten in Bronze gießen. Es gibt auch kleiner Arbeiten aus sehr hartem Holz, dem Buchsholz.

Sie leben gemeinsam mit Brigitte Trieb sozusagen als Künstlerpaar in Wien. Sie widmet sich anlässlich dieser Ausstellung hauptsächlich der Malerei. Gibt es hier eine gegenseitige Inspiration oder geht man seine eigenen Wege?

Rindler: Da unsere Ateliers nebeneinander liegen, sehe ich die Werke meiner Frau jeden Tag. Das Gespräch über unsere Arbeiten ist uns beiden sehr wichtig.

Für den Nachbarort Bisamberg haben Sie eine Pietá geschaffen. Wie kamen Sie zu dem Auftrag?

Rindler: Die Pietá steht bei der Pfarrkirche St. Veit in Klein Engersdorf am Kirchenweg. Bei der Neugestaltung des Kirchenwegs bestand der Wunsch des Pfarrers, eine Pietá aufzustellen. Nach der Präsentation von drei Modellen wurde ich mit der Arbeit beauftragt.

Gibt es weitere Ausstellungen von Ihnen im Bezirk Korneuburg?

Rindler: Derzeit ist noch nichts in Planung, es würde mich aber freuen, sollte es so weit kommen.