Neuer Bahnhof: Zugfahren künftig ganz modern. Langenzersdorf: Bis Ende des Jahres soll eine hochmoderne, kundenfreundliche und barrierefreie Mobilitätsdrehscheibe entstehen.

Von Bernhard Preineder. Erstellt am 23. Januar 2021 (04:48)
7,3 Millionen Euro werden in den Umbau des Bahnhofs investiert, Ende 2021 geht er in Betrieb.
ÖBB, Feuchtenhofer Arch.ZT.

Das Jahr 2021 wird der Hanakgemeinde zumindest ein Highlight bringen: den langersehnten Neu- und Umbau des Bahnhofs. Jahrelange Planungen und Absprachen zwischen der Gemeinde und den ÖBB machen es nun möglich, dass eine hochmoderne, kundenfreundliche und barrierefreie Mobilitätsdrehscheibe entsteht. Insgesamt werden dafür 7,3 Millionen Euro investiert.

Bei Bürgermeister Andreas Arbesser (ÖVP) dominieren Erleichterung und Vorfreude: „Ich freue mich, dass das barrierefreie Erreichen des Langenzersdorfer Bahnhofs und die damit verbundene Modernisierung einen Meilenstein für die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs in Langenzersdorf darstellen werden. Damit wird einem langjährigen Wunsch der Langenzersdorfer Bevölkerung entsprochen.“ So sehen die Vorhaben aus: Die Bahnsteige werden nicht nur über neue Stiegen, sondern auch über zwei Lifte erreichbar sein. Für sehbehinderte und blinde Menschen wird ein taktiles Leitsystem sicher zum Zug führen. Ein wichtiger Teil der Umbauarbeiten betrifft die Errichtung eines neuen Personendurchgangs zwischen bestehendem Aufnahmegebäude und Unterführung Klosterneuburger Straße. Die Bahnsteige werden nach modernsten Ausstattungskriterien gestaltet, mit einem neuen, rund 70 Meter langen Bahnsteigdach, geschlossenen Wartekojen aus Glas, die vor Wind und Wetter schützen, neuen Fahrplanvitrinen und Sitzmöglichkeiten.

„Das barrierefreie Erreichen des Bahnhofes und die Modernisierung stellen einen Meilenstein dar.“ Andreas Arbesser, Ortschef

Ein leicht verständliches Wegeleitsystem und Lautsprecheranlagen sollen für optimale Information sorgen. Um ausreichend Parkraum für Kunden, die mit dem Auto zum Bahnhof fahren, zu schaffen, wird die bestehende Park&Ride-Anlage um 61 Parkplätze erweitert. Die bestehende Bike&Ride-Überdachung wird erneuert und in die Aufgangs-Einhausung integriert. Insgesamt stehen künftig 162 Abstellflächen für Pkw und 52 für Fahrräder zur Verfügung.

Durch die Absenkung der bestehenden Grünfläche zwischen dem Aufnahmegebäude und der Klosterneuburger Straße entsteht ein neuer Bahnhofsvorplatz, der ebenfalls als barrierefreier Zugang zu den Bahnsteigen gestaltet wird. Auch hier wird mit zusätzlichen Park&Ride- sowie Bike&Ride-Flächen der Umstieg auf den umweltfreundlichen Verkehr erleichtert.

Im Zuge der Neugestaltung wird es zu Gleisbauarbeiten kommen, im Bereich des Bahnhofs wird der Unterbau der Gleis- und Schienenanlagen komplett erneuert. „Dadurch werden Erschütterungen und die Lärmentwicklung reduziert. Aufgrund der Arbeiten im Gleisbereich kommt es zu Änderungen im Zugverkehr“, erklärt ÖBB-Sprecher Christopher Seif. Mit den ersten Maßnahmen soll noch im Jänner begonnen werden, die Umbauarbeiten selbst starten dann Anfang Februar. Das Ende der Arbeiten ist für Dezember 2021 vorgesehen.

Für Bahnkunden bedeutet das, dass sie umsteigen müssen: „Während der Gleisbauarbeiten wird der Bahnhof von 3. Juli bis 6. September gesperrt, es wird Schienenersatzverkehr geben.“