Politisches Comeback? Baumgärtel will zurück. Der ehemalige SPÖ-Funktionär Christoph Baumgärtel plant eine Rückkehr in die Langenzersdorfer Lokalpolitik. Offen ist allerdings noch, in welcher Form.

Von Bernhard Preineder. Erstellt am 01. Juli 2020 (04:15)
Christoph Baumgärtel plant seine Rückkehr in die Langenzersdorfer Politik.
NÖN Archiv

Bis kurz vor den Gemeinderatswahlen im Jänner war der stellvertretende Vorsitzende der SPÖ, Christoph Baumgärtel, jahrelang der Mastermind seiner Partei. Wie er glaubte, war man auf dem besten Weg, bei den Wahlen einen deutlichen Stimmenzuwachs zu erzielen, um wieder eine Macht in Langenzersdorf zu werden und die Absolute der ÖVP zu brechen.

SPÖ-Obmann Wolfgang Motz sieht einem Baumgärtel-Comeback gelassen entgegen.
privat

Ein Parteiausschlussverfahren kam ihm dazwischen und er trat, noch vor einem Entscheid, freiwillig aus der Partei aus. Das Wahlergebnis ist bekannt: Die SPÖ verlor ein Mandat und hält jetzt bei drei Mandaten. Obmann Wolfgang Motz erklärte gleich nach dem Bekanntwerden des enttäuschenden Ergebnisses, dass es offenbar noch nicht in den Köpfen der Menschen angekommen sei, dass Baumgärtel nicht mehr bei der SPÖ ist.

Anders sieht es Baumgärtel selbst: „Es war leider allen klar, dass, sobald Motz die Partei übernimmt, alles den Bach runtergeht“, nimmt er sich kein Blatt vor den Mund. Das historisch schlechteste Ergebnis der SPÖ hätte Motz zu verantworten. Und er lässt aufhorchen: „Mir und meinem Team ist nun klar, dass man hier nicht länger zusehen kann. Wir werden daher bei nächster Gelegenheit wieder in Langenzersdorf politisch aktiv werden, denn unsere Gemeinde braucht dringend
authentische und präsente Leute, die auch Einsatz zeigen können.“

Ob er die Übernahme der SPÖ plant oder die neue Wiener LINKS-Partei auch im benachbarten Langenzersdorf gründen will, soll in nächster Zeit entschieden werden.

Die Drohung perlt an Motz ab. Auf NÖN-Anfrage erklärte er: „Herr Baumgärtel ist in der Landes-, Bezirks- und Gemeindeorganisation der SPÖ schon lange kein Thema mehr. Die leidige Angelegenheit ist seit seinem unrühmlichen Abgang für alle beendet. Seine diversen medialen Ankündigungen haben für Langenzersdorf keine politische Relevanz und werden nicht mehr kommentiert.“