Post-Verteilerzentrum liegt auf Eis. Exakt zwei Wochen vor Ablauf der sechsmonatigen Genehmigungsfrist am 3. Oktober langte im Langenzersdorfer Gemeindeamt ein Ansuchen der Post ein, den Flächenwidmungsplan noch einmal zu überprüfen.

Von Bernhard Preineder. Erstellt am 04. Oktober 2017 (05:01)
W. Streitfelder für Österreichische Post AG
„Bitte warten!“ Das Projekt Postverteilerzentrum liegt auf Eis.

Man präferiere jetzt doch eher einen Verkehrsanschluss direkt von der Autobahn statt einer Schleife über die B3 und auch eine Drehung des Gebäudes.

Dieser Argumentation folgte dann auch der Gemeinderat. Das ursprüngliche Ansuchen um behördliche Genehmigung wurde zurückgezogen. Die neuen Faktoren sollten in einem modifizierten Antrag miteinbezogen werden. Am seinerzeitigen Beschluss des Gemeinderats würde das aber nichts ändern.

Mittlerweile häufen sich Zweifel, ob man nicht nur Zeit gewinnen wollte - Stichwort Nationalratswahlen. Niemandem wäre daran gelegen, die Bürgerinitiative, die Anrainer und die Nachbargemeinde Bisamberg so kurz vor dem Plebiszit noch vor den Kopf zu stoßen.

Für 2018 wird sich das Projekt nicht mehr ausgehen. Das sieht auch die Post so. „Dennoch halten wir an diesem Standort fest“, so Postsprecher Michael Homola. Welche Chancen ergeben sich dabei für die Gegner? Die Sprecherin der Bürgerinitiative LELOG, Brigitte Etzelsdorfer: „Sollte eine Neuauflage kommen, dann gehen wir davon aus, dass die Empfehlungen des NÖ-Umweltanwaltes zu 100 Prozent umgesetzt werden .“

Wie die Gemeindeleitung und die Post auf die Vorwürfe reagieren und wie es in Sachen Verteilerzentrum weitergehen soll, lest ihr in der aktuellen Ausgabe der Korneuburger NÖN sowie im ePaper!