„Rote Ratten“ holen sich Geld von FPÖ. Freilich ungewollt verhilft die FPÖ jetzt ausgerechnet der SPÖ Langenzersdorf zu einer neuen Einnahmenquelle – Gerichte, Facebook & Co machen es möglich.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 29. April 2019 (08:07)
NÖN
Christoph Baumgärtel

Erst jüngst bezeichnete der FPÖ-Vizebürgermeister der steirischen Gemeinde St. Barbara i.M., Gerold Ebner, die SPÖ Langenzersdorf wörtlich als „linke Dreckspatzn“ und sogar als „Nazis“. Dafür bekam er vom stellvertretenden Vorsitzenden der SPÖ, Christoph Baumgärtel, nun eine saftige Rechnung präsentiert: „Er musste in Folge Kosten von mehreren Tausend Euro tragen und an die SPÖ Langenzersdorf spenden.“

Baumgärtel, selbst schon einige Male wegen beleidigender Mails zu Schadenersatz verdonnert, weiß noch von weiteren Attacken auf die hiesigen Sozialdemokraten: „Auf einer FPÖ-Facebook-Seite wurden wir von etlichen Personen aufs Unflätigste und Menschenverachtendste beschimpft. Ein rechter Sympathisant bezeichnete uns darin wörtlich als ‚Trotteln‘ und ‚Rote Ratten‘.“

Für ihn ist das derzeit blätterwaldaufwirbelnde „Rattengedicht“ des Vizebürgermeisters aus Braunau, der mittlerweile zurückgetreten ist, kein Einzelfall, sondern hat System. Dagegen will er sich in Zukunft gerichtlich verwehren: „Gegen alle Personen wird Anzeige und Klage eingebracht. Die Zeiten, wo wir solche unerträglichen Entgleisungen toleriert haben, sind endgültig vorbei. Wir werden diese Personen ab sofort ausnahmslos anzeigen.“