Tankschiff auf Grund gelaufen: Kapitän alkoholisiert. Der Kapitän des am Wochenende in Langenzersdorf (Bezirk Korneuburg) auf Grund gelaufenen Tankschiffs war alkoholisiert. Die Wiener Polizei hat am Mittwoch entsprechende Medienberichte bestätigt. Bei dem 61-Jährigen seien 0,74 Promille festgestellt worden.

Von Redaktion, APA. Update am 08. Februar 2017 (15:19)
APA (NÖLFK)
0,74 Promille wurden bei dem Ungarn festgestellt

Einer Sprecherin zufolge ist dem ungarischen Staatsbürger das Kapitänspatent abgenommen worden. Die Alkoholisierung habe zudem eine Verwaltungsanzeige zur Folge.

Das aus Ungarn stammende Tankschiff mit 289 Tonnen Diesel an Bord war stromaufwärts zu einem Mineralöllager in Korneuburg unterwegs, als es die vorgeschriebene Fahrtrinne verließ ( NÖN.at hatte berichtet, siehe hier und unten). Die Bergungsaktion wurde am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr erfolgreich abgeschlossen.

"Durch die hervorragende Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr Wien konnten innerhalb kurzer Zeit genügend Ölsperren organisiert werden um gegebenenfalls austretenden Diesel auffangen zu können. Bereits Tage zuvor wurde die Donauabzweigung in den Marchfeldkanal vor einem möglichen Kraftstoffaustritt geschützt", informierte die Freiwillige Feuerwehr Langenzersdorf in einer Aussendung am Mittwoch.

Durch die Feuerwehren Klosterneuburg, Langenzersdorf und Wien wurde die Ölsperre am Ufer befestigt und in einer großen Bucht unterhalb des Tankers angelegt.

Nachdem Treibstoff umgepumpt worden war, hatte sich das in steinigem Untergrund feststeckende Schiff aufgrund des Gewichtsverlustes etwas gehoben. Ein zweites Schiff habe es "verheftet" (angebunden) und in der Folge in die Fahrrinne der Donau gepresst, schilderte Feuerwehrsprecher Franz Resperger. Der Frachter konnte dann seine Fahrt fortsetzen.

Insgesamt waren knapp 100 Kräfte der Feuerwehr mit 28 Fahrzeugen im Einsatz.