Ein Fest für „Kaplan Sigi“

Der beliebte Siegfried Bamer feierte den Jahrestag der Priesterweihe mit Gläubigen, Bürgermeister und Feuerwehr in der Kirche St. Martin in Ernstbrunn.

Erstellt am 20. Oktober 2021 | 04:34

Seine Nachprimiz und den Jahrestag seiner Priesterweihe feierte Kaplan Siegfried Bamer am vergangenen Sonntag in einem Gottesdienst in der Kirche St. Martin in Ernstbrunn.

Bamer, der im September als Diakon in den Pfarrverband Leiserberge kam, wurde wegen Corona verspätet am 17. Oktober 2020 zum Priester geweiht. Seine Primiz feierte er in seinem Heimatort Niederabsdorf auch nur in kleinerem Rahmen.

Mittlerweile ist „Kaplan Sigi“, wie ihn seine vielen Freunde nennen, zur Hauptfigur des Pfarrverbandes geworden, weil Pfarrer Stanislaw Kosciolek in den Ruhestand übergetreten und dessen Nachfolger Tomasz Iwandowski überraschend aus dem Leben geschieden ist.

Stress wegen durch Corona verschobene Feierlichkeiten

Der „Sigi“ hat immer Stress, wegen Corona verschobene Messen, Hochzeiten und Taufen hat er fast im Alleingang bestreiten müssen. Sein Leistungskatalog innerhalb eines Jahres ist sehenswert: 403 Messen, 38 Taufen, 37 Erstkommunionen, sechs Trauungen, 111 Beichten, 25 Kranksalbungen, fünf letzte Ölungen und 38 Begräbnisse. „Wenn jemand glaubt, dass die Pfarrer nichts zu tun haben, kann er zu mir kommen“, witzelte er.

Pfarrer Beranek dankte ihm für seinen Einsatz in den Zeiten rund um das Ableben von Pfarrer Tomasz. Bamer dankte wiederum den Gläubigen, der Feuerwehr und dem Chor: „Trotz allem war es ein wunderschönes erstes Jahr, ich habe viele Freunde gefunden.“

Der Kaplan, der die Messe mit Interimspfarrer Markus Beranek und Aushilfskaplan Samuel Tetteh Siaw zelebrierte, staunte nicht schlecht, dass Bürgermeister Horst Gangl und das FF-Kommando mit Mario Liebhart und Roman Meisel in Feuerwehruniform erschienen, um ihm für sein Engagement als Feuerwehrkurat zu danken. Nach dem Primizsegen wechselte Bamer für das NÖN-Foto in die FF-Kurat-Uniform.

Gangl ist begeistert: „Schon bei der ersten Begegnung war mir Sigi sympathisch. Bei unseren zahlreichen gemeinsamen Unternehmungen sind die Brücken zwischen Kirche und der Gesellschaft immer verstärkt worden, Verlässlichkeit und Vertrauen haben uns schöne gemeinsame Stunden beschert. Mein persönlicher und größter Wunsch ist es, dass Sigi unseren Pfarrverband Leiser Berge noch viele Jahrzehnte als Pfarrer führen kann.“