Markus Deim gibt „Ordi“ auf

Markus Deim schließt seine Ordination in Leitzersdorf, lädt die Patienten aber nach Niederhollabrunn ein.

Erstellt am 13. Oktober 2021 | 05:53
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Mit Jahresende schließt Markus Deim seine Zweitordination in Leitzersdorf.
Foto: privat

Markus Deim betreibt neben seiner Hauptordination in Niederhollabrunn in Leitzersdorf eine Zweitordination. Diese wird er mit Jahresende schließen, dafür aber sein Angebot in Niederhollabrunn erweitern.

Mit einem Info-Blatt wurden die Bürger Leitzersdorfs davon in Kenntnis gesetzt, dass die Ordination mit Jahresende geschlossen wird. Darin werden die Konsequenzen beschrieben und Alternativen aufgezeigt, wie etwa der Hinweis auf das ISTmobil für Bürger ohne eigenes Auto. Direkt bei der Ordination in Niederhollabrunn gibt es eine Haltestelle und in Leitzersdorf auch mehrere, direkt beim Gemeindeamt zum Beispiel.

Besserer Service für Patienten in Hauptpraxis möglich

Deim ist der Entschluss nicht leicht gefallen: „Ich trage mich schon länger mit dem Gedanken. Die medizinischen Anforderungen sind inzwischen stark gestiegen, ich kann in Leitzersdorf nur einen kleinen Teil meiner Möglichkeiten anbieten. Der Zeitaufwand ist aber trotzdem da und reduziert meine Ordinationsstunden in meiner Hauptpraxis. Ich bin davon überzeugt, dass ich dort einen besseren Service, auch für die Leitzersdorfer, anbieten kann.“

Er ergänzt, dass es nie „eine vollwertige Ordination“ war, meistens ging es um Blutabnahmen oder Infusionen. Letztlich sei es teilweise ineffizient gewesen. „Ich habe zunehmend Zeitprobleme bekommen, in Niederhollabrunn kann ich die Patienten viel besser betreuen.“

Leitzersdorf hat an sich keinen Anspruch auf eine Kassenpraxis, die Ordination war immer eine Zweitordination von Niederhollabrunn. Aber die Räumlichkeiten können natürlich von anderen Fach- oder Wahlärzten genutzt werden, eventuell auch wieder als Zweitordination.

Zum Abschluss möchte Deim eines ganz klar aussprechen: „Natürlich tut mir die Bürgermeisterin leid, weil sie das den Bürgern vermitteln muss. Aber ich möchte betonen, dass diese Entscheidung keine wie immer geartete politische Komponente enthält.“