Straßenbau: Plan für Kreisverkehr. Ein Kreisverkehr bei der Kreuzung vor dem Gasthof Greil könnte helfen, den Durchzugsverkehr schneller abzuleiten.

Von Dieter Rathauscher. Erstellt am 02. September 2018 (05:14)
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Das ist der Plan, wie der jetzige Kreuzungsbereich zum Kreisverkehr umgebaut werden könnte.

Schon einmal ist BGL-Bürgermeister Franz Schöber mit der Idee eines Kreisverkehrs gescheitert. In Wiesen sollte an der Kreuzung der Leitzersdorfer Straße mit der Stockerauer Straße ein Kreisverkehr für die Erhöhung der Verkehrssicherheit sorgen. Damals ist aber die Mehrheit im Gemeinderat nicht mitgezogen.

Auch bei der jetzt ins Auge gefassten Kreuzung der L31 und der L25 mit der Hauptstraße (L26 und L25) gäbe es genügend Gründe für einen Kreisverkehr. Zumindest die Beauftragung eines Ziviltechnikers mit einer Untersuchung dieses Kreuzungsbereichs wurde im Gemeinderat beschlossen. Eine Verkehrszählung, durchgeführt am 6. Juni 2017 von Gemeindebediensteten und einigen Freiwilligen, hat überraschend hohe Frequenzen ergeben: Insgesamt 6.376 Fahrzeuge und 147 Fußgänger wurden gezählt.

„Vor allem Fahrzeuge aus dem Hinterland, die zur Autobahn nach Wien wollen, fahren großteils durch Leitzersdorf.“Franz Schöber, Bürgermeister

Schöber: „Das hat den Eindruck der Bevölkerung bestätigt, dass es in Leitzersdorf einen erheblichen Durchzugsverkehr gibt. Vor allem Fahrzeuge aus dem Hinterland, die zur Autobahn nach Wien wollen, fahren großteils durch den Ort. Und bei der L31 nach Wiesen biegen die meisten ab, um so ohne die vielen Ampeln in Stockerau rascher zur Autobahn zu gelangen.“

Da es bei dieser Kreuzung aus Platzgründen keine eigenen Abbiegespuren gibt und weil die Kreuzung wegen der versetzten Straßenzüge auch noch ziemlich unübersichtlich ist, komme es zu den Stoßzeiten zu erheblichen Verzögerungen und auch immer wieder zu Unfällen. Schöber muss sich immer wieder mit Beschwerden der Anrainer befassen, dass sie zu den Stoßzeiten kaum aus ihren Garagen kommen.

Ein erster Entwurf für einen ovalen Kreisverkehr liegt bereits vor. Dazu müsste an der Ecke der Hauptstraße mit der L31 nach Hatzenbach ein Teil des dort befindlichen Grundstücks an die Gemeinde abgetreten werden. Der Eigentümer ist dazu bereit, wünscht sich aber dafür ein Tauschgrundstück mit Baurecht, aber ohne Bauzwang. Da spießt es sich zurzeit noch,
weil im Gemeinderat Konsens darüber besteht, dass Bauland nur noch mit Baulandsicherungsverträgen gewidmet werden soll.

Trotzdem hofft Schöber, bis zum Jahresende zu einer gültigen Vereinbarung mit dem betroffenen Grundeigentümer zu gelangen, um dann mit dem Land NÖ weiter verhandeln zu können, denn „solche Projekte können wir nur mit einer Landesförderung durchziehen“.