Leobendorf

Erstellt am 13. Januar 2017, 13:36

von Alexandra Frantz

„Step by step“ zur Gleichberechtigung. Vorschläge des Bildungs- und Heimatwerks werden nach und nach bearbeitet.

Auch eine Schautafel kann bei einer Seheinschränkung zur Gefahr werden. Nun wurde eine Tastleiste angebracht, um ein Unterlaufen mit dem Blindenlangstock zu verhindern.  |  privat

„Es ist mir sehr wichtig, dass Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt am Leben in unserer Gesellschaft teilhaben können“, möchte VP-Bürgermeisterin Magdalena Batoha schrittweise große und kleine Hindernisse aus der Gemeinde schaffen.

Bereits im Mai 2016 tourte eine Delegation der Barrierefreien Erwachsenenbildung des Bildungs- und Heimatwerks durch öffentliche Gebäude und den Ortskern. Ein 25 Seiten umfassender Bericht wurde daraufhin ausgearbeitet, 13 Empfehlungen wurden von den Experten abgegeben.

„Natürlich können nicht alle vom Bildungs- und Heimatwerk angeführten Verbesserungsvorschläge gleich und sofort umgesetzt werden“, so die Bürgermeisterin. Sie sei aber bemüht, „step by step“ eine Lösung zu finden.

Informationstafeln: Tastleisten montiert

Und einiges konnte bereits 2016 realisiert werden: Im Lift des Grunerhofs wurde gegenüber der Tür ein Spiegel angebracht, damit das Verlassen mit einem Rollstuhl ungehindert erfolgen kann. Eine weitere Maßnahme setzte Batoha vor dem Gemeindeamt.

„Bei den Informationstafeln vor dem Gemeindeamt bestand die Möglichkeit des Unterlaufens mit dem Blindenlangstock – ein schmerzhafter Zusammenstoß war vorprogrammiert. Nun wurden bereits entsprechende Tastleisten montiert“, ist sich die Bürgermeisterin über die Wichtigkeit bewusst.

Bei neuen Projekten wird gleich mitgedacht

Auch für 2017 stehen einige Maßnahmen auf der To-do-Liste der Gemeinde. „Ich werde bemüht sein, weitere Verbesserungsvorschläge umzusetzen“, versichert Batoha. Und noch ein Punkt ist der Ortschefin wichtig:

„Bei allen aktuellen und zukünftigen großen Projekten der Gemeinde wird die Barrierefreiheit bereits mitgedacht. Bestes Beispiel dafür ist der neue Dorfplatz“, so Batoha.