Hündin starb durch Gift. Für Labrador Bonny endete ein Spaziergang tödlich. Ihre Besitzerin warnt andere Familien.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 12. März 2019 (07:38)
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Labradorhündin Bonny starb nach langen Qualen an einer Vergiftung.

„Die Hundebesitzer und Familien müssen gewarnt werden!“, so Michaela Peter, die sich an die NÖN wandte. Ihre erst zweijährige Labradorhündin Bonny ist am vergangenen Samstag qualvoll verendet. Dabei begann der Tag wie so viele andere bei einem gemütlichen Spaziergang mit der Familienhündin auf der Marienhöhe.

„Bonny hat es geliebt, zu schnüffeln und zu stöbern. Beim Spielplatz hat sie etwas gerochen“, schildert Peter. Erst eine halbe Stunde später, als die Familie wieder zu Hause war, begann der Hund zu zittern, zu krampfen und aus dem Maul zu schäumen. „Wir versuchten, einen Tierarzt in der Nähe zu erreichen“, schildert Peter. In der Praxis von Norbert Groer in Hausleiten fanden sie Hilfe, drei Stunden lang wurde alles getan, um Bonny zu helfen.

Die Diagnose: Die Hündin könnte Rattengift zu sich genommen haben, aber auch das verbotene Insektizid Carbofuran könnte die Ursache für Bonnys Leiden gewesen sein. Nachdem sich der Zustand der Hündin gebessert hatte, nahm Familie Peters ihr Tier wieder mit nach Hause. Doch nur eine Stunde später kam das jähe Ende: Bonny erbrach Blut und Rückstände eines roten Granulats, „nach einer Minute hat ihr Herz aufgehört zu schlagen“, kann Peters es noch immer nicht fassen.

„Die Besitzer sollten ihre Tiere genau beobachten und nicht ohne Leine laufen lassen.“ Franz König, Chefinspektor

Für sie ist klar: Bonnys Schicksal muss in die Öffentlichkeit gebracht werden, um andere Familien vor einem ähnlichen Schicksal zu bewahren. „Das Gift war in der Nähe des Spielplatzes, dort sind auch Kinder unterwegs!“, warnt Peter. Gemeinsam mit der Polizei suchte sie den Vergiftungsort ab, einen Giftköder könnte die Truppe aber nicht finden. „Ich würde mir wünschen, dass die Stadtgemeinde Warnhinweise aufstellt, damit die Hundebesitzer gewarnt werden“, fordert Peter.

„Das hat die Gemeinde auch vor“, weiß Chefinspektor Franz König von der Polizei Stockerau. Er appelliert ebenso wie der interimistische SP-Stadtchef Othmar Holzer: Die Hundebesitzer sollen ihr Tier genau beobachten und nicht frei laufen lassen. Vergiftungsfälle müssen sofort angezeigt werden, um andere Tiere vor einer Vergiftung zu schützen. „Und wenn jemand in der Natur etwas Verdächtiges wegwirft, sollte man das ebenso melden“, macht König bewusst.

Denn nach einem Vergiftungsfall einen Täter ausfindig zu machen, gestaltet sich schwierig. „Ohne Tatverdächtigen werden vermutliche Köder aber auch nicht untersucht“, weiß König aus Erfahrung.