Stockerauer verfasste Buch über Asylwerber und Paten. Viele Schicksale von Menschen auf der Flucht ließen Matthias Kubat nicht mehr los. Er hat dazu ein Buch verfasst.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 28. April 2019 (07:06)
Höberth
Matthias Kubat (Mitte) hat in Karl Kronberger und Valerie Berger bereits Fans für sein Buch gefunden. Die Präsentation findet am 12.Juni statt.

Es sind Worte, die sich Matthias Kubat von der Seele geschrieben hat: Am 12. Juni wird um 19 Uhr im Raiffeisen-Saal sein Buch „Einsame Begegnungen“ präsentiert, das die Geschichten von Asylwerbern und ihrer Paten erzählt.

Ein Jahr hat Kubat an dem Buch gearbeitet und dazu viele Gespräche mit Menschen in Stockerau geführt. Seine eigene Rolle als Pate hat dafür den Grundstein gelegt.

„Es ist ein Stück Stockerauer Geschichte“

„Mein Patensohn Zeid ist mittlerweile wie ein Sohn für mich, und Asieb, den ich in Stockerau kennengelernt habe, ist wie in Bruder“, so Kubat. Durch die enge Verbundenheit erfuhr der Stockerauer viel über das Leben im Krieg, auf der Flucht und in der neuen Heimat – Gedanken, die ihn nicht mehr loslassen wollten und die er daher zu Papier gebracht hat.

„Es ist ein Stück Stockerauer Geschichte“, so Valerie Berger, die aus dem Buch, das derzeit noch überarbeitet wird, lesen wird. Die Charaktere wurden anonymisiert, ein Ich-Erzähler führt durch die Erzählungen. „Es ist aber keine Autobiografie“, so Kubat. Der Reinerlös des Buchs geht an die Lions, die ihn in gute Zwecke investieren.