Debatte um die Bushaltestellen-Häuschen in Hausleiten. Bürgerliste fordert beleuchtete, überdachte und helle Stationen. Der Ausschuss evaluiert den Bedarf.

Von Bernhard U. Wieser. Erstellt am 28. Juli 2021 (04:18)
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Bushaltestellen wie diese am Hauptplatz in Hausleiten werden nun überprüft.
Piringer, Piringer

Die Mandatare der Bürgerliste brachten in der Gemeinderatssitzung einen Dringlichkeitsantrag ein, der von der SPÖ unterstützt wurde. Sie fordern mehr und modernere Buswartehäuschen.

Petra Schöberl brachte den Anwesenden die BL-Forderung vor: „Hausleiten forciert durch neue Wohnbauten den Zuzug neuer Bürger. Viele junge Familien mit ihren Kindern beleben unsere Gemeinde und somit auch die Kindergärten und Schulen. Leider ist festzustellen, dass Buswartehäuschen für die Schulkinder in der Großgemeinde Hausleiten nicht ausreichend vorhanden sind.“ Auch die älteren Modelle in den Katastralgemeinden würden eine Renovierung benötigen, ergänzte sie, zeitgemäß wären helle, einsehbare, beleuchtete und überdachte Modelle. Sie forderte, dass der Infrastrukturausschuss das Thema diskutiert.

Bürgermeister Josef Anzböck (ÖVP) nahm Schöberl den Wind aus den Segeln, indem er meinte, dass er keine Dringlichkeit erkennen würde. Er kündigte aber an, zu evaluieren, wo neue Wartehäuschen benötigt werden und wo man welche entfernen könnte. Als Beispiel nannte er die Station vor der Tabaktrafik Maringer im Hausleitener Ortszentrum; wenige Meter entfernt sei eine weitere Station, erinnert Anzböck.

SPÖ vermisst Radwege für Schulkinder

„Früher hat sich jeder eine Einstiegsstelle direkt vor der Türe gewünscht, heute sind diese Leute erwachsen und die Stationen werden nicht mehr gebraucht. Die Häuschen sind aber geblieben“, blickt der Bürgermeister zurück. Er stimmte aber Schöberl zu und wird den Infrastruktur-Ausschuss mit dem Thema beauftragen.

Karl Eder, Fraktionskollege von Schöberl, äußerte seine Verwunderung, wieso der Punkt nicht Einzug in die Tagesordnung fand; der Ortschef erwiderte, dass ohnehin der Ausschuss beauftragt wurde. Bei der Abstimmung war die Minderheit von Bürgerliste und SPÖ für die Aufnahme auf die Tagesordnung.

Anzböck nutzte die Gelegenheit, um seinen Unmut über das Fahrverhalten einiger Mitbürger zu äußern: „In der Früh geht es bei der Schule zu wie auf der Ringstraße und immer sitzt ein Kind und ein Erwachsener drin, das ist die Wohlstandsgesellschaft. Dort sind nur zehn km/h erlaubt, viele fahren aber schneller.“ Leopold Gebetsberger (SPÖ) sagte, dass Kinder früher oft mit dem Fahrrad in die Schule gefahren seien, dies sei heute aber wegen dem höheren Verkehrsaufkommen und fehlender Radwege nicht mehr möglich. Dass diese fehlen, ist Anzböck bekannt: „Sag mir, was wir machen sollen. Die Kinder wollen auf direktem Weg in die Schule fahren, aber das geht nicht.“ Er versicherte aber, dass man sich der Thematik annehmen werde.

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