Müllentsorgung in Stockerau: „Keine Ausreden mehr“. Gerade an Bushaltestellen bleibt viel Mist zurück. Mit mehr Abfallbehältern ließen sich dort Verschmutzungen vermeiden.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 24. Oktober 2016 (06:42)
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Mistkübeln an jede herkömmliche Bushaltestelle -so will VP-Stadtrat Karl Kronberger Abfall vermeiden.

„Viele Kinder und Jugendliche frequentieren Tag für Tag die Bushaltestellen. Sollten überall Mistkübel montiert sein, hätte niemand mehr die Ausrede, seinen Müll überall fallen zu lassen“, ist ein Stockerauer überzeugt. Er wandte sich mit seiner Idee an VP-Stadtrat Karl Kronberger, der der Anregung viel abgewinnen kann.

"In anderen Städten bereits Realität"

„Das ist vermutlich ohne großen finanziellen Aufwand realiserbar“, so Kronberger. Er hat sich mehrere Bushaltestellen angesehen und legt konkrete Vorschläge auf den Tisch: „Es gibt bereits zahlreiche Haltestellen, wo die Anregung praktisch schon erfüllt ist. Bei einigen anderen können die nahe gelegene Abfallkörbe in die Bushaltestellen integriert werden. Diese Aktionen sind in anderen Städten bereits Realität“, argumentiert er.

Er schlägt vor, mit Abfallbehältern aus Kunststoff nachzurüsten, die im Vergleich zu Metallkübeln nur rund ein Drittel kosten. Zusätzlich ergänzt mit Hundesackerl-Spender, ließe sich unnötiger Mist vermeiden. „Es wäre eventuell ein Anreiz, die Hundesackerl doch zu verwenden und richtig zu entsorgen“, will Kronberger mehr Sauberkeit in der Stadt, „das wäre ein wesentlicher Beitrag zur Bewohnerzufriedenheit.“

Argumente, denen auch SP-Stadtchef Helmut Laab etwas abgewinnen kann: „Wir werden uns anschauen, an welchen Haltestellen noch Nachholbedarf besteht. Es gibt ja einen eigenen Mistkübelplan“, erklärt er. Neue Abfallbehälter würden aber ohnehin laufend angekauft, um den Bedarf der Bewohner abzudecken.

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