Verschönerungsverein: "Geht um Respekt vor Natur“. Andreas Burger sagt dem Müll in Stadt und Au den Kampf an. Er sucht Unterstützer.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 04. April 2019 (03:44)
Höberth
„Es braucht mehr Bewusstsein!“ Andreas Burger möchte mit einem Verschönerungsverein dafür sorgen, dass Stadt und Au sauberer werden und die Menschen weniger wegwerfen.

„Die Leute sind wirklich Schweine, obwohl das eine Beleidigung für die Schweine ist“, kann Andreas Burger nur noch den Kopf schütteln. Während viele Menschen in die Au kommen, um die Natur zu genießen, besucht Burger die Wälder, um die Natur zu schützen: Fünfzig Müllsäcke, die 100 Liter fassen, hat er in kurzer Zeit mit verschiedensten Abfällen befüllt. „Und das kurz nach der gelungenen Flurreinigungsaktion“, macht er klar.

„Die Leute sind wirklich Schweine, obwohl das eine Beleidigung für die Schweine ist“

Auch beim NÖN-Lokalaugenschein vergangene Woche ist Burger mit einem Müllsack unterwegs, Flaschen, Dosen, Zigarettenstummel und Taschentücher finden sich bei der Einfahrt zur Au im Osten der Stadt zuhauf. „Es geht dabei um einen gesunden Respekt vor der Natur“, so Burger, der auch kleine Sünden nicht tolerieren möchte: „Sicher ist es nicht so schlimm, einmal ein Taschentuch fallen zu lassen, das verrottet ja schnell. Aber es motiviert leider auch andere dazu, ihren Müll einfach liegen zu lassen.“

NOEN
Papier, Glas, Plastik – das allesfindet sich in der Au.

Es braucht also mehr Bewusstseinsbildung, ist Burger überzeugt. Und er hätte auch schon eine Idee, wie das gelingen soll: „Ich möchte einen Verschönerungsverein gründen und suche dafür Leute“, hat er große Pläne. Dabei soll es nicht nur darum gehen, für eine saubere Stadt und eine saubere Au zu sorgen, Burger denkt hier über die Stadtgrenzen hinaus. „Man muss den Leuten klar machen, was Abfälle für die Umwelt bedeuten.“

Eine konkrete Idee für eine Aktion hätte er schon: Zigarettenstummel, die eine Brandgefahr sind und noch dazu Giftstoffe in die Erde abgeben, könnten in eigenen Behältern gesammelt werden. „Die Stadt Wien hat so im Jahr 2017 rund 127 Millionen Zigarettenstummel eingesammelt.“

Wer Burger bei seiner Idee unterstützen möchte, kann sich via Mail an warummm@yahoo.at an ihn wenden.