Bezirk Korneuburg: Seltenes im Museum entdecken. Keramik, Motorräder, Gebrauchsgegenstände, Kultur und Geschichte bieten die teilnehmenden Sammlungen an.

Von Herwig Mohsburger. Erstellt am 15. Mai 2019 (05:39)
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Gleich zwei Museen betreuen Christine und Rupert Pisecker mit ihrer Sammlung von „Generationen-Schätzen“ und „Bike-Oldtimern“ nahe Großmugl.  Foto: Mohsburger

Fünf Museen mit unterschiedlicher Größe, Ausrichtung und Bekanntheitsgrad öffnen auch im Bezirk am kommenden Wochenende die Pforten und bieten Einblick in ihre umfangreichen Sammlungen. Gemeinsam haben sie das große private Engagement und die Leidenschaft, mit der die Betreiber zur Sache gehen.

„Der Bekanntheitsgrad wird immer besser“

Selbst bei Insidern wenig bekannt sind die beiden Sammlungen von Christine und Rupert Pisecker in Steinbrunn bei Großmugl. Dabei machen sie seit Anbeginn beim Museumsfrühling mit. Alte Sachen uneigennützig zu erhalten und der Öffentlichkeit zu präsentieren, benennt Pisecker die Motivation von ihm und seiner Frau, die beiden Museen zu führen. Dabei spannt sich der Bogen im Bike-Oldtimer-Museum von einspurigen Raritäten aus Österreich und Tschechien über einen Steyr-15-Traktor bis zu japanischen Bikes aus den 1970er-Jahren.

Die Sammlung ist eher unkonventionell aufgebaut, man muss genau schauen, um alle seltenen Stücke zu sehen. Im Generationenmuseum gibt es jede Menge Gebrauchsgegenstände und bäuerliche Arbeitsgeräte zu sehen, und darauf auch „die Spuren, die viele Generationen hinterlassen haben“, so Pisecker.

„Der Bekanntheitsgrad wird immer besser“, sagt Otto Pacher vom Stadtmuseum Korneuburg über den NÖ Museumsfrühling. Speziell am Samstag konnte man sich in den vergangenen Jahren über reges Publikumsinteresse im Museum freuen. Entscheidend für den Erfolg ist laut Pacher aber die fachliche Begleitung der Besucher. Bei Führungen höre er dann oft Aussagen wie: „Wir haben gar nicht gewusst, welche Schätze vorhanden sind!“

„Man merkt die höhere Besucherzahl“

Zum Museumsfrühling in Korneuburg wird am Samstag die Ausstellung „Augenblicke in Farben“ des Fotokünstlers An dreas Zwenig eröffnet. Auch an einer Stadtführung können die Besucher diesmal teilnehmen. „Jede Aktivität bringt etwas“, erklärt Korneuburgs Kultur-Stadtrat Andreas Minnich. So ist auch der Museumsfrühling ein sehr wichtiger Punkt in der Jahresplanung.

Eine „gute Aktion, um den Menschen die Museen näher zu bringen“ nennt Tourismusobfrau und VP-Bürgermeisterin von Leobendorf, Magdalena Batoha, den Museumsfrühling. Aus wirtschaftlicher Sicht „ist es toll, dass es Liebhaber gibt, die diese Sammlungen betreiben.“

Von der nachhaltigen Wirkung des Museumsfrühlings weiß der scheidende Leiter des Keramikmuseums Sierndorf, Bernhard Führer, zu berichten, „man merkt die höhere Besucherzahl.“ Entscheidend sei die Betreuung: „War ein Besucher begeistert, bringt er später eine ganze Gruppe“, so Führer. Das heurige Rahmenprogramm, ist mit „Kreatives im 15er-Haus“ betitelt.

„Fünf Jahre Wiedereröffnung LEMU“ feiert das Langenzersdorf Museum zum Museumsfrühling. Dazu gibt es eine Spezialführung mit dem Titel „Langenzersdorf 1900-1930. Eine Zeitreise in Bildern“. Leiter Gregor-Anatol Bockstefl sieht m Museumsfrühling „eine „wichtige und gute Plattform um Gruppen anzusprechen, die sonst eher nicht ins Museum gehen“.

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