„Muss rasch handeln“. Stockerau / Die Stadterneuerungsgruppe Verkehr hat ein Konzept ausgearbeitet. Die NÖN präsentiert die wichtigsten Punkte.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 20. Mai 2014 (09:19)
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Der Knoten Stockerau Ost mit der Anbindung zur A22 ist ein Knackpunkt für das Verkehrsproblem in der Stadt. Foto: privat
Der Verkehr in Stockerau ist eines der meistdiskutierten Themen der letzten Jahre. Die Stadterneuerungsgruppe Verkehr hat in ihrer Freizeit verschiedene Vorschläge erarbeitet, wie sich die Situation in der Stadt verbessern ließe.

Entwicklung: „ASFINAG und Einkaufszentrum wollen ausbauen“

Ihr Konzept gliedert sich in kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen. Ganz oben auf der Liste steht der Knoten Ost, der jeden Tag an die 20.000 Autos führt. Die Abfahrt von der A22 mündet in eine Kreuzung zur B3, wo sich regelmäßig die Autos stauen.

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„Hier treffen viele Entwicklungen zusammen. Die ASFINAG und das Einkaufszentrum wollen ausbauen, die Traisenbrücke bringt immer mehr Lkws und rund um Spillern entwickelt sich ein großes Industriegebiet. Der Verkehr wird sich in diesem Bereich also noch verstärken“, fasst Gruppenmitglied Siegfried Gaida die Überlegungen zusammen.

Hinzu kommt, dass natürlich nicht nur die Stockerauer selbst, sondern auch die vielen umliegenden Gemeinden den Autobahnanschluss nutzen. Da es keine Umfahrung gibt, führt der Weg nach Hause durch das Stadtgebiet, was Stockerau noch zusätzlich belastet.

Gaida sieht Handlungsbedarf „besser heute als morgen“

„Unser Ansatz ist daher, nach der Autobahn einen Kreisverkehr anzulegen und hinter dem Merkur-Markt eine Straße zu schaffen“, so Gaida. Wer also Richtung Spillern möchte, muss nicht mehr bis an die Kreuzung fahren, sondern wird direkt ins entstehende Betriebsgebiet umgeleitet.

Außerdem soll eine Spange geschaffen werden, die eine Verbindung zwischen B3 über die Wiesenerstraße und in einem weiteren Schritt bis hin zum Friedhof bildet. So kann das Stadtgebiet umfahren werden, das Zentrum wird entlastet.

„Der Knoten Ost ist eines der größten Probleme der Stadt. Hier sollte besser heute als morgen gehandelt werden“, ist Gaida überzeugt.