Muss der Hort ausziehen?. ANMELDESCHLUSS / 70 Kinder sind für Schulische Tagesbetreuung angemeldet. Damit braucht man die Räume in der Schule.

Erstellt am 17. April 2012 (00:00)
Fuchs-Moser (ÖVP): „Die Kinderfreunde können den Hort - wenn sie wollen - weiterführen.“
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VON VERONIKA LÖWENSTEIN

KORNEUBURG / Viel Staub hat das Ansinnen der Gemeinde, eine Schulische Tagesbetreuung einrichten zu wollen, aufgewirbelt. Vor allem der Hort der SPÖ-nahen Kinderfreunde, der in der Volksschule Schüler betreut, fürchtete um seine Existenz. Eltern wieder bekrittelten, dass ihre Kinder an schulfreien Tagen künftig nicht mehr betreut würden. Die Gemeinde begründete das Ansinnen mit konkreten Fällen, in denen Integrationskinder weder im Kinderfreunde-Hort noch im Hilfswerk-Hort untergebracht werden konnten.

Seit letzter Woche liegt die Zahl der Anmeldungen auf dem Tisch. 70 Schüler wollen das Angebot der Schulischen Tagesbetreuung in Anspruch nehmen, das entspricht drei Gruppen. „Damit brauchen wir die Räumlichkeiten in der Schule“, stellt ÖVP-Vizebürgermeisterin Helene Fuchs-Moser fest, „denn diese Betreuungsform muss laut Gesetz in der Schule stattfinden.“ Dem Kinderfreunde-Hort werde man eine andere Lokalität anbieten. Nachsatz in Richtung Kinderfreunde: „Sie müssen selber aber auch etwas beitragen!“

Gemeinde sucht Verein für  neues Betreuungsmodell

Fest steht, dass die Gemeinde die neue Betreuungsform gerne einem Verein anvertrauen würde. Das Hilfswerk hat ein Konzept eingereicht und auch der Verein Lerntiger zeigt Interesse. „Von den Kinderfreunden liegt noch nichts vor“, wundert sich Fuchs-Moser, deshalb will man diese Woche noch einmal das Gespräch mit dem Verein suchen.

„Es kann von uns kein Angebot geben, da das ganze Ansinnen gesetzwidrig ist“, pocht Kinderfreunde-Obfrau SPÖ-Gemeinderätin Karoline Winkler auf die Förderrichtlinien der Schulischen Tagesbetreuung, in denen es heißt: „Bestehende außerschulische Betreuungen (wie z.B. Horte) dürfen nur in begründeten Ausnahmefällen eingeschränkt oder eingestellt werden.“ „Warum muss man das Rad neu erfinden?“, fragt sie sich. Winkler glaubt, dass es der ÖVP nur darum geht, die Kinderfreunde aus den Räumlichkeiten der Schule zu drängen.