Leobendorfer Trauer um Mordopfer. Die 31-jährige Vanessa Cavallin wurde von ihrem Ex-Freund brutal ermordet. Ihre Familie lebt in Leobendorf.

Von Veronika Löwenstein, Philipp Kienzl und Gerhard Lorenz. Erstellt am 25. November 2014 (08:48)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Trauer: Vanessa wird als erfolgreich und lebenslustig beschrieben. Foto: privat
NOEN, privat
„Sie war der Sonnenschein ihrer Familie“, sagen Freunde über Vanessa Cavallin, die am 15. November in Leobersdorf von ihrem Ex-Freund brutal ermordet wurde. Nicht nur für die Familie ist die schreckliche Tat unfassbar, auch viele Freunde in Leobendorf und Korneuburg trauern mit.



Denn die 31-Jährige ist in Leobendorf aufgewachsen, hat die Schule in ihrer Heimatgemeinde besucht und anschließend in Korneuburg die HAK absolviert. Vor rund zehn Jahren ist die hübsche junge Frau nach Wien, vor einem Jahr in das Haus in Leobersdorf gezogen.

Nachbarn berichten, dass es zuletzt immer wieder zu Streitigkeiten zwischen dem späteren Mordopfer und ihrem 29-jährigen Ex-Freund Markus G. gekommen sei. Sie hätten schon seit mehreren Monaten eine „On-Off-Beziehung“ geführt, vertraute der 29-Jährige später im Verhör den Beamten an.

Auf Feier vom Tod des einzigen Kindes erfahren

An jenem Samstag erreichte das Beziehungsdrama nach einem Diskothekenbesuch seinen traurigen Höhepunkt. Nachdem es in den frühen Morgenstunden zu einem Streit gekommen war, stach der polizeibekannte Mann, der bereits Haftstrafen verbüßen musste, zu. Vanessa verblutete hilflos.

Der unter Alkohol- und Drogeneinfluss stehende Täter flüchtete daraufhin zu seiner Mutter, mit der er sich am selben Morgen der Polizei stellte. Die Beamten fanden die Frau in einer Blutlache, das Tatwerkzeug lag noch daneben.

Vanessas Eltern waren gerade auf einer Geburtstagsfeier in ihrer Heimatgemeinde Leobendorf, als sie vom grausamen Tod ihres einzigen Kindes informiert wurden. Sie werden seitdem psychologisch betreut.

Gemeinsame Erinnerungen: Betroffenheit auch an Ex-Schule

Vergangenen Donnerstag organisierten Freunde der Ermordeten eine Gedenkfeier in einem Badener Lokal, zu der rund 30 Personen kamen. Man erinnerte sich an gemeinsame Erlebnisse mit Vanessa und daran, welch lebenslustiger Mensch sie war.

Außerdem war sie die erfolgreiche Geschäftsführerin einer Reinigungsfirma und führte mit ebenso großem Erfolg eine Pension in Möllersdorf. Vor vier Monaten lernte sie Markus G. kennen, vor dem Freunde sie immer wieder warnten.

Auch in der HAK Korneuburg zeigt man sich betroffen, wie Gudrun Kopp berichtet: „Es ist tragisch, dass so etwas einer ehemaligen Schülerin passiert. Wir sind alle zutiefst erschüttert.“

Die NÖN hatte berichtet: