Musikkapelle Ernstbrunn: „Ein Träger der Kultur“. Bürgermeister Gangl schwärmt von den Musikern. Neue Mitglieder machen neuen Mut.

Von Josef Christelli. Erstellt am 16. September 2020 (03:43)
Die neuen Marketenderinnen der Musik-kapelle Ernstbrunn: Marlene Gepp, Anna Cepera und Katharina Sarras.
NÖN

Die Musikkapelle stellte ihre Weichen für die nächsten Jahre, soweit das in Zeiten von Corona möglich ist. Das Frühjahr und der Sommer waren weniger erfreulich, es fanden keine Proben, keine Feste und keine Auftritte statt. Der Hinweis vom Blasmusikverband und vom Land NÖ, die Proben im freien Raum abzuhalten, hat aber dann die Musik sehr begünstigt und das Musikerherz höherschlagen lassen.

Die Freitag-Probe war auf den Kirchenplatz, zu den Heurigen Ladner und Kührer sowie zu den Gasthäusern Schwarzer Adler und Hösch verlegt worden und kam bestens an.

Bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Hösch wurden mit Anna Mayer aus Roseldorf (Querflöte) und Lukas Toifl aus Naglern (Bariton) sowie den Marketenderinnen Anna Cepera, Marlene Gepp und Katharina Sarras fünf neue Mitglieder aufgenommen, damit stieg auch die Mitgliederzahl auf 55.

Obmann Günter Breitseher erläuterte einige Neuigkeiten wie die App Konzertmeister, mit der die Organisation und Kommunikation besser funktionieren soll. Der „Boss“ dankte auch seiner großen Musikantenschar: „Für das Kommen zur Sitzung, das Mitmachen sowie euer Engagement für die Musikkapelle.“

„Die Musikkapelle ist ein wesentlicher Kulturträger, eine eigene Musikkapelle in der Gemeinde zu haben, darauf bin ich stolz.“ÖVP-Bürgermeister Horst Gangl

Kapellmeister Franz Jäger meldete sich auch zu Wort. Er hofft, dass bald ein Archivar gefunden wird, der die Noten und Unterlagen verwaltet. Er und die Obmänner zeigten sich erfreut, dass die Raiffeisenkasse Ernstbrunn nagelneue Notenmappen zur Verfügung stellt. Viel Lob gab es von ÖVP-Bürgermeister Horst Gangl: „Die Musikkapelle ist ein wesentlicher Kulturträger, eine eigene Musikkapelle in der Gemeinde zu haben, darauf bin ich stolz.“ Da die „MKE“ gute Jugendarbeit leiste und Engagement in der Gemeinde zeige sowie die kirchlichen und öffentlichen Feste immer musikalisch gestalte, sei er enorm begeistert.

Am 20. September soll die Einführung des neuen Pfarrers Thomasz Iwandowsky mit einem musikalischen Auftritt verbunden werden, am 7. November das im Frühjahr abgesagte Konzert in der Volkshalle abgehalten werden – aber mit Fragezeichen, wie sich die Coronabestimmungen entwickeln werden. Vielleicht findet die beliebte Freitag-Probe im öffentlichen Raum auch noch eine Weiterführung, das ist aber auch abhängig von den weiteren Entwicklungen in der aktuellen Coronakrise.