Ein Nahversorger für Würnitz. Anfang Februar wird aufgesperrt, Geschäft soll auch Kommunikationszentrum werden.

Von Herwig Mohsburger. Erstellt am 24. Januar 2020 (14:39)
Markus Höllerschmid und Norbert Hendler freuen sich auf den Start von Cornelia Filipek und Martin Göbharter.
Mohsburger

Bald ist die Zeit ohne Nahversorger vorbei, am 6. Fe bruar eröffnen Cornelia Filipek und Martin Göbharter den Nah&Frisch-Laden in der Hauptstraße. Die 34-Jährige ist gelernte Köchin, hat einen Imbissstand geführt und im Verkauf gearbeitet. Sie kann es kaum noch erwarten: „Ich freue mich auf den Laden!“ Ihr 40-jähriger Lebenspartner Göbharter kommt aus dem kaufmännischen Bereich. „Wir haben überlegt, im Gastrobereich etwas zu machen. Aber wenn man Kinder hat, sind die Arbeitszeiten problematisch“, erklärt Göbharter.

Schließlich kam das Paar auf das Nah&Frisch-Konzept. „Seit über einem Jahr beschäftigen wir uns bereits damit. Im Februar haben wir uns erstmals das Geschäft in Würnitz angeschaut“, erzählt Göbharter vom ersten Kontakt mit der Gemeinde und streut gleich Rosen: „Die Gemeinde war vom Start des Projekts an sehr hilfreich und finanziert auch die Ausstattung vor.“ Und auch die Raika in Harmannsdorf habe den Jungunternehmern geholfen.

Allerdings brauchten die Planung der Geschäftsausrüstung und die Vorarbeiten auch Zeit, denn neben dem üblichen Warenangebot ist auch der Verkauf von Tabakwaren, Wertkarten und sogar Vignetten geplant. Auch eine Lotto-Annahmestelle entsteht. In Absprache mit dem verantwortlichen Großhändler Kastner werden regionale Produkte angeboten, mit einem Bäcker aus der Region wurde ebenfalls verhandelt. Im Sommer könnte Speiseeis im Angebot sein, so Göbharter, der auch für Veranstalter entsprechende Angebote legen will.

Imbissbereich als Herzstück

Als Herzstück wird ein kleiner Imbissbereich geschaffen. Mehlspeisen, Salate und Kaffee werden angeboten, „die Sitzplätze sollen ein kleines Kommunikationszentrum entstehen lassen“, verspricht Göbharter. „Viele Orte haben das Problem, dass es keine Kommunikation gibt, weil Wirt und Greißler fehlen. Deshalb soll der Laden multifunk tional sein“, bestätigt Markus Höllerschmid von Kastner das Konzept. Zudem unterstützt sein Unternehmen in allen Belangen und organisiert eigene Schulungen.

Einwohner haben die beiden Unternehmer noch nicht kennengelernt, aber umgeschaut haben sie sich. Das Ergebnis: „Würnitz ist eine wirklich nette Gemeinde“, so Göbharter. Wohnsitz wird aber weiterhin Pyhra bei Gnadendorf bleiben.

Glücklich über den Nahversorger ist ÖVP-Bürgermeister Norbert Hendler. „Ich habe eine unvorstellbare Freude, dass Würnitz endlich wieder einen Greißler bekommt“, so Hendler.