Anflug auf die Korneuburger Kaserne. Die Krankentransporte per Hubschrauber heben künftig vom Areal der Dabsch-Kaserne ab. Landeplatz bei der neuen Rot-Kreuz-Bezirksstelle war nicht realisierbar.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 24. Juni 2020 (04:59)
Mit dem Rettungswagen und ärztlicher Begleitung werden die Patienten künftig vom Landesklinikum in die Kaserne zum Hubschrauber gebracht.
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Das Landesklinikum Korneuburg bekommt einen offiziellen Hubschrauberlandeplatz. Diesen Donnerstag wird der behördlich genehmigte Platz für Krankenüberstellungsflüge am Areal der Dabsch-Kaserne eröffnet. Bis dato sind Rettungshubschrauber bei der Bezirksstelle des Roten Kreuzes gelandet.

Dass im Zuge des Neu- und Umbaus der Rot-Kreuz-Bezirksstelle kein Landeplatz geplant wurde, hätte mehrere Gründe, erklärt Rot-Kreuz-Bezirkssprecher Helmut Riemer. Einerseits hätten sich die Auflagen für einen Außenplatz deutlich verschärft, andererseits wäre durch die größeren Gebäudeflächen weniger Platz zur Verfügung gestanden. „Ein Betrieb war schon mit den bisherigen Platzverhältnissen nicht mehr möglich, weswegen schon zuletzt nur mehr bei einem Notfall – vergleichbar mit einer Landung auf einer öffentlichen Fläche – beim Roten Kreuz gelandet werden konnte“, beschreibt Riemer den Status quo. Auch hätte das Rote Kreuz sämtliche Maßnahmen für einen Landeplatz berappen müssen. „Das hätte uns vor noch größere – nicht stemmbare – finanzielle Herausforderungen gestellt“, so der Sprecher.

Vonseiten des Spitals sieht man in dem etwas längeren Weg zur Kaserne kein Problem. Klinik-Sprecherin Melanie Billwatsch ortet sogar einen Vorteil, da der Landeplatz in der Kaserne „täglich und rund um die Uhr mit geschultem Personal zur Verfügung steht“. Verwendet wird der Hubschrauberlandeplatz vor allem für Sekundärtransporte. „In Korneuburg ist eine große Abteilung für Unfallchirurgie und Orthopädie tätig. Daher müssen zum Beispiel Patienten mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma nach der Erstversorgung rasch in eine geeignete Spezialklinik transferiert werden können“, erläutert sie.