Korneuburg: Die Pläne für die Werft. Wie das Werftareal in rund zehn Jahren ausschauen soll, präsentierten die Signa Holding und die Stadt diesen Freitag mit Bildern.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 23. Juli 2021 (20:14)

In den nächsten zehn Jahren soll mit einer Gesamtinvestition von einer halben Milliarde Euro auf dem 15 Hektar großen Werftareal ein neuer Stadtteil entstehen. Die visualisierten Pläne präsentierten Signa Holding-Geschäftsführer Christoph Stadlhuber und Bürgermeister Christian Gepp im Rahmen einer Pressekonferenz.

Auf der Werftinsel entstehen Wohnungen für rund 1.500 Menschen, die Werftmitte mit ihren denkmalgeschützten Hallen, der Slipanlage und dem Kran soll ein lebendiges Zentrum mit Gastronomie, Kultur und Veranstaltungen werden. Der Werftspitz bleibt – ein zentrales Anliegen des Bürgerbeteiligungsprozesses – unbebaut und wird als Park gestaltet.

Der neue Stadtteil soll mit 700 Arbeitsplätzen und einem Hotel für 200 Gäste auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor werden. Die Befürchtung, das Areal könnte abgeriegelt werden, zerstreut Stadlhuber: „Alles – außer die Gebäude – bleibt freizugänglich.“ 

Die große Frage, wie viele (teure) Eigentumswohnungen und wieviel leistbarer Wohnraum entstehen soll, ist noch Gegenstand von Verhandlungen zwischen der Stadt und der Signa Holding. Der Korneuburger Masterplan sieht einen Mindestanteil von 20 Prozent vor. Dass es mehr deutlich werden, ließ Stadlhuber bereits durchblicken: „20 Prozent sind zu wenig, ich stelle mir einen Dreier vorne vor.“ Die „soziale Durchmischung“ sei Signa ein großes Anliegen, betonte er: „Eine Ghettoisierung, egal in welche Richtung, wird einen Stadtteil nicht funktionieren lassen.“ Dennoch brauche es auch frei finanzierte Wohnungen, um Infrastruktur und Qualität möglich zu machen. Denn alleine der Infrastrukturbeitrag beziffert er mit 26 Mio. Euro.

Alle weiteren Details über die Verkehrsanbindung, die UVP und den städtbaulichen Vertrag lesen Sie in der nächsten Printausgabe der NÖN, die am Mittwoch erscheint.