Obermallebarn

Erstellt am 12. September 2018, 10:47

von Cornelia Grotte

„Ich habe draußen ein Rauschen gehört“. Markus Spitzer (29) entdeckte am Sonntag vor einer Woche, dass Wasser in seinen Keller rann. Jetzt besahen Gutachter den Schaden am Haus.

Sonntag vor einer Woche brach die Wasserleitung vor dem Haus eines Obermallebarners und flutete seinen Keller. Dies brachte das Gebäude fast zum Einsturz (die NÖN berichtete).

Der Keller von Markus Spitzer ist mittlerweile zubetoniert. „Um das Haus zu stabilisieren“, erklärt der 29-Jährige. Das Haus macht nicht nur draußen einen desolaten Eindruck, im Inneren stützen Steher die Decke, an den Wänden sind teilweise fingerbreite Risse. Spitzer zeigt auf die Dielenleiste an der Wand, der Fließenboden darunter ist zirka zwei Zentimeter weit abgesunken.

Seit 2006 gehört dem Kfz-Mechaniker das Haus. Er hat es mit 19 Jahren von seinem Großvater geerbt. Seit 2008 saniert Spitzer das Gebäude. Erst vor vier Jahren renovierte er das komplette Wohnzimmer, den Gang und das Schlafzimmer. Nicht nur ein knapp sechstelliger Betrag hat Spitzer in das Haus gesteckt, sondern auch Zeit. Während der Renovierungszeit war der 29-Jährige nur Teilzeit beschäftigt, um an der Sanierung arbeiten zu können. In einer Nacht wurde das zu Nichte gemacht.

„Ich wollte mir die Zähne putzen gehen und habe da schon gemerkt, dass wenig Wasser aus der Leitung kommt. Auch ein Knarren war im Haus zu hören“, so Spitzer. Als er die Haustüre um Mitternacht absperren wollte, hörte er ein verdächtiges Rauschen. Es stellte sich heraus, dass sich die Wasserleitung vor dem Haus gesenkt hatte und das Wasser nun in den Keller des Gebäudes rann. Daraufhin alarmierte Spitzer die Feuerwehr.

Diese kam, drehte den Hauptwasserhahn des Ortes ab und pumpte den Keller aus. Kurz darauf bildeten sich Risse im ganzen Gebäude. Markus Spitzer musste sein Haus verlassen. Vergangene Woche waren Sachverständige vor Ort. „Sie konnten noch keine Ursache ausmachen“, erklärt VP-Bürgermeister Gottfried Muck. Die Sachverständigen sollen nun die Kosten und Möglichkeiten für die Sanierung oder den Neubau des Hauses ausarbeiten.

Mehr zu dem Thema lesen Sie in der Ausgabe vom 12. September 2018 der Korneuburger NÖN.