Bischof Kunst „reiste“ schon bis nach Kuba. Anton Bischof drechselt aus einem Stück Holz die schönsten Sachen.

Von Karin Schuhböck. Erstellt am 23. Februar 2020 (06:05)

Gemütlich und warm ist es in der Werkstatt von Anton Bischof. Der gebürtige Oberolberndorfer, der am 20. Februar seinen 67. Geburtstag feiert, hat sich in einer kleinen Halle seine Drechslerei eingerichtet, in der er unter seinen geschickten Händen Gefäße, hübsche Kunstgegenstände, aber auch Möbel entstehen lässt.

„Als ich mit der Drechslerei angefangen habe, war ich mit meinen Werken überhaupt nicht zufrieden. Doch dann habe ich einige Kurse besucht und jetzt können sich meine Arbeiten schon sehen lassen“, erzählt Bischof, der aus seinem Hobby eine Berufung gemacht hat.

Oft verbringt der gelernte Landwirt, der vor seiner Pension auch als Kraftfahrer gearbeitet hatte, den gesamten Tag in seinem Refu gium. Seine Ideen holt er sich aus Fachbüchern, er lässt aber auch seine eigenen Gedanken einfließen.

„Das Drechseln von Holz ist eine uralte Technik, die es schon seit etwa 2.500 Jahren gibt.“Anton Bischof, Kunsthandwerker

Seine Drechslereien werden teilweise verkauft oder auch an Familienmitglieder und Freunde verschenkt. Auch beim Oberolberndorfer Adventmarkt ist Bischof mit seinen Werken vertreten und bringt den Besuchern, vor allen den Kindern, das Drechselhandwerk näher. Seine Kunstwerke sind auch weit gereist: Sie werden in Kuba, Australien, Italien, Deutschland, Polen, Florida und Irland gezeigt.

„Das Drechseln ist eine uralte Technik, die es schon seit etwa 2.500 Jahren gibt“, berichtet Bischof über sein Handwerk. Er habe auch schon für das urgeschichtliche Museum in Asparn an der Zaya mit Ernst Lauermann zusammengearbeitet, erzählt er weiter, dort habe er dessen Fundstücke „nachgedrechselt“. „Sie sind im Urgeschichtemuseum zu sehen“, erzählt Bischof nicht ohne Stolz.