Ausgesetzt! Weiter fieberhafte Suche nach Katzenbaby. Vier Jungkatzen wurden mitten im Wald einfach ausgesetzt, drei konnten bereits gerettet werden. Tierschützer sind fieberhaft auf der Suche nach dem vierten Kätzchen.

Von Bernhard Preineder. Erstellt am 14. August 2019 (06:02)
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Mit Futter und Wasser wurden drei Kätzchen gerettet.

Vergangenen Samstag wurden Spaziergänger mitten im Rohrwald durch klägliches Miauen auf vier ausgesetzte Katzenkinder aufmerksam. „Ohne deren Mutter hatte jemand die Kätzchen in einem Waldstück ausgesetzt, in dem sie keine Chance hatten, Nahrung oder Wasser zu finden. Im Alter von etwa zwölf Wochen stirbt ein Katzenbaby unter diesen Umständen einen langsamen und qualvollen Tod!“, zeigt sich Irene Göschl vom Korneuburger Verein „SOS für Katzen in Not“ erschüttert.

Verlief sich viertes Katzenkind im weitläufigen Waldgebiet?

Eines der Kätzchen konnte von den Spaziergängern geborgen werden und darf nun sein restliches Leben im Kreis der Familie verbringen. Die Vereine Tierhilfe Gerasdorf und SOS für Katzen in Not bemühten sich, die restlichen Katzenbabys zu retten. Wildtierkameras wurden installiert, Futter in Katzenlebendfallen und Wasser wurden aufgestellt – mit teilweisem Erfolg.

„Zwei der Katzenbabys konnten mittlerweile eingefangen werden und befinden sich nun auf einer Pflegestelle. Es geht beiden nach tierärztlicher Versorgung einigermaßen gut“, atmet Göschl vorsichtig auf.

Laut ihren Vermutungen dürfte sich das vierte Katzenkind in dem weitläufigen Waldgebiet verlaufen haben. Derzeit wird es von den Mitarbeitern der Vereine großflächig gesucht.

Diese versuchen jetzt auch, den Katzenbesitzer ausfindig zu machen, und ersuchen um Mithilfe der NÖN-Leser bzw. um Hinweise, die natürlich vertraulich behandelt werden. Hoffnung setzt man dabei in die Besonderheit der Kitten: Sie sind alle dreifärbig. Weiters wird eine Prämie für den zielführenden Hinweis in Höhe von 200 Euro ausgesetzt. Sollte der ursprüngliche Aufenthaltsort der Katzenfamilie bekannt sein, wird um eine Information unter 0676 5298170, Tierhilfe Gerasdorf, ersucht.

„Immer häufiger werden Tiere einfach ausgesetzt, jedoch wenigstens in der Nähe von Menschen oder Tierheimen, sodass zumindest eine Chance auf ein Überleben besteht. Dies ist in diesem Fall, mitten im Wald, sicher nicht gegeben“, warnt Göschl.