Korneuburgs FPÖ kämpft um die Augustinerkirche. FPÖ sieht in Augustinerkirche keinen geeigneten Ort für Veranstaltungen.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 11. Dezember 2019 (04:37)
Für Kirche und Kloster soll es ein Gesamtkonzeptgeben. FPÖ-Stadtparteiobmann sammelt Unterschriften gegen Profanierung.
NÖN

Geht es nach FPÖ-Stadtparteiobmann Hubert Keyl, dann soll die Augustinerkirche auch künftig eine Kirche bleiben. Er hat eine entsprechende Online-Petition gestartet. „Wir wollen eine christliche Nutzung der Augustinerkirche gewährleisten“, so die Forderung. „Eine Kirche ist nicht für Veranstaltungen geeignet“, so Keyl im NÖN-Gespräch.

„Eine Kirche hat über Korneuburg hinaus Bedeutung“

Wie berichtet ist ein Gesamtprojekt für die Kirche, die im Eigentum der Erzdiözese Wien steht, und das im Eigentum der Stadtgemeinde stehende Augustinerkloster geplant. Die Kirche müsste dafür profaniert - also entweiht - werden. Die Petition richtet sich an ÖVP-Bürgermeister Christian Gepp. Die Unterschriften sollen ihm Anfang nächsten Jahres überreicht werden.

Der Stadtchef fühlt sich aber nicht als richtiger Ansprechpartner in der Causa, da die Kirche ja der Diözese gehört. Er verspricht aber gleichzeitig, das Anliegen im Rahmen der Gespräche mit der Diözese einzubringen.

500 Online-Unterstützer peilt Keyl an. „Das Ziel ist, dass die Kirche erhalten bleibt“, betont er. 38 Unterstützer zählte die Petition bis Montagabend. Dass viele Unterschriften nicht aus Korneuburg stammen, ist für ihn kein Problem, im Gegenteil: „Eine Kirche hat über Korneuburg hinaus Bedeutung.“

Vonseiten der Diözese versichert man, dass man die Würde des Ortes trotz neuer Widmung erhalten werde. Auch Gepp wirft ein, dass noch nicht fix ist, wofür die Kirche verwendet werden soll. Er geht davon aus, dass es entsprechende Auflagen für die Nutzung geben werde.

„Für viele Korneuburger ist die Augustinerkirche mehr als nur ein Gebäude“, weiß Keyl. Mit einer Profanierung würde nicht nur der Rückzug der katholischen Kirche aus dem öffentlichen Leben der Stadtgemeinde sichtbar, „sondern auch die Aufgabe der christlich-abendländischen Kultur, die in großem Maße unser gesellschaftliches und geschichtliches Fundament bildet.“

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