Gedenken abgesagt: Keine „Ghostbikes“ an Unfallstelle. Die Aktion der Radlobby Tulln und der Grünen Stockerau wurde abgesagt.

Von Bernhard U. Wieser. Erstellt am 03. Oktober 2019 (06:08)
Pixabay
Symbolbild

Die Radlobby Tulln organisierte an der Unfallstelle der Tragödie in Perzendorf, die sich im August 2019 ereignete und zwei Kinderleben forderte, für vergangenen Samstag das Aufstellen von sogenannten „Ghostbikes“. Da runter versteht man weiß angestrichene Fahrräder, die aufgestellt werden, um an Opfer von Verkehrsunfällen zu erinnern.

Die Aktion, die von den Stockerauer Grünen unterstützt wurde, kam aber nicht zustande. Alfred Kaiblinger von der Radlobby Tulln erläutert die Gründe: „Die Bezirkshauptmannschaft hat nur erlaubt, die Ghostbikes übers Wochenende aufzustellen, weil sie eine zu große Ablenkung für die Verkehrsteilnehmer darstellen. Wir haben uns dann entschieden, die Aktion komplett abzusagen.“ Man wolle zudem auch nicht die tragischen Geschehnisse „aufwärmen“, betont er, da noch Verhandlungen über die genaue Unfallursache laufen.

Am 4. August 2019, abends gegen 20.50 Uhr, lenkte eine 39-jährige Mutter aus dem Bezirk Tulln ein Elektro-Fahrrad mit angekoppeltem mehrspurigen Fahrradanhänger auf der Bundesstraße 19 im Freilandgebiet von Hausleiten. Sie kam aus Fahrtrichtung Gaisruck und war Richtung Tulln unterwegs. Im Fahrradanhänger befanden sich ihre beiden Kleinkinder im Alter von einem und vier Jahren und zwei kleine Hunde. Bei einer Kolli sion mit einem Pkw kamen alle Insassen des Anhängers ums Leben. Die Mutter überlebte den Unfall verletzt. Wir hatten berichtet: