Korneuburg

Erstellt am 09. Januar 2017, 08:01

von Bernhard Preineder

Wobornik: Korneuburger Stadtrat mit neuem Elan. Nach dem Rücktritt von Peter Madlberger übernimmt Matthias Wobornik den Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit. Was er jedenfalls nicht will: Das Rad neu erfinden.

Matthias Wobornik freut sich schon auf seine neue Aufgaben als ÖVP-Stadrat. Er lädt auch alle Bürger und die Oppositionsparteien zur konstruktiven Mitarbeit ein.  |  NOEN, Preineder

Matthias Wobornik löste Peter Madlberger im Stadtrat ab. Der ÖVP-Politiker übernahm dessen Aufgabengebiete wie das Bürgerservice, die Öffentlichkeitsarbeit und alle Belange bezüglich EDV mit Jahresbeginn. Die NÖN sprach mit ihm über seine politischen Erfahrungen, seine Ziele, wie er sein politisches Erbe verwalten will und ob er mit der Opposi-
tion überhaupt „kann“.

NÖN: Sie sind seit Beginn des neuen Jahres Stadtrat. Welche Erfahrung bringen Sie für Ihre zukünftigen Aufgabengebiete mit?

Matthias Wobornik: Da ich bereits Madlbergers Stellvertreter war, bin ich voll in die Abläufe involviert und bringe außerdem durch meine berufliche Erfahrung die entsprechende Sachkenntnis mit.

Haben Sie jetzt vor, das „Rad neu zu erfinden“, oder werden Sie sich doch eher an der poltischen Arbeit Ihres Vorgängers orientieren?

Das Rad neu zu erfinden scheint in den wenigsten Fällen effizient zu sein. Ich glaube, dass der Bereich hier sehr gut aufgestellt ist. Trotzdem werde ich mit vollem Engagement versuchen, nicht nur in die Fußstapfen meines Vorgängers zu treten, sondern daneben einen eigenen Weg zu beschreiten.

„Eine Stadtzeitung in dieser Qualität kann kein schweres Erbe sein

Was werden Ihre ersten Schritte als Stadtrat sein?

Die kommunikative Begleitung des weiterführenden Prozesses zur Werftentwicklung, die Organisation des Zukunftsforums sowie die Begleitung und Umsetzung der laufenden Projekte zählen zu den ersten Aufgaben. Insgesamt sehe ich die ständige Information der Bevölkerung über die Leistungen in und für Korneuburg als zen-trale Aufgabe.

Wie steht es mit der Gesprächsbasis zu den Oppositionsparteien? Immerhin wird das in ihrem Ausschuss wohl zum täglich Brot gehören. Glauben Sie an eine kons-truktive Zusammenarbeit?

Ich freue mich schon jetzt sehr auf eine positive und konstruktive Zusammenarbeit mit allen Fraktionen ganz im Sinne des Korneuburger Weges in der Kommunalpolitik. Ebenso möchte ich aber auch auf die gute Zusammenarbeit mit den vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen der Bürgerbeteiligung verweisen. Ein wichtiges Ziel ist für mich, noch mehr Menschen für die aktive Mitarbeit an der Korneuburger Gemeinschaft zu interessieren und zu begeistern.

Ein besonders heikles Thema ist derzeit die Stadtzeitung, die in Ihr Aufgabengebiet fällt und vor allem von der SPÖ in der letzten Gemeinderatssitzung kritisiert wurde. So wurde behauptet, diese sei zu aufwendig, zu kostenintensiv und zu „Gepp-lastig“. Peter Madlberger hat Ihnen hier ein schweres Erbe hinterlassen. Wie werden Sie damit umgehen?

Eine Stadtzeitung in dieser Qualität kann kein schweres Erbe sein – ganz im Gegenteil. Die Resonanz aus der Bevölkerung ist durchwegs positiv. Man fühlt sich heute in Korneuburg dadurch gut informiert. Selbstverständlich werden wir die Gestaltung und den Umfang der Stadtzeitung auch im Ausschuss immer wieder thematisieren. In unserer Stadtzeitung sind jetzt Politiker aller Fraktionen vertreten – und der der Bürgermeister aufgrund seiner Funktion natürlich auch.

Welche weiteren politischen Ziele haben Sie sich für Ihre Zukunft gesetzt?

Ich will meinen aktiven Teil dazu beitragen, Korneuburg weiterhin positiv zu entwickeln.