Neue Messstelle liefert Pollenforschung wichtige Daten. Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig: "Die dritte Pollenfalle in NÖ ermöglicht genaueres Bild über Pollenflug." Neue Messstelle liefert Pollenforschung wichtige Daten zum Faktor Feinstaub.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 27. März 2019 (14:52)
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Symbolbild

Das Fundament der Polleninformation sind Luftproben, die mit Pollenfallen eingefangen werden. Bereits seit 1984 finden derartige Messungen in Niederösterreich regelmäßig statt. Bisher waren zwei Pollenfallen im Einsatz, eine in Allentsteig und eine in St. Pölten. Vor wenigen Tagen nahm nun in Stockerau eine dritte Pollenfalle ihren Betrieb auf, die zukünftig noch präzisere Prognosen des Pollenwarndienstes ermöglichen wird.

„Die neue Messstelle wird aufgrund der besonderen regionalen Charakteristik rund um Stockerau das aktuelle Bild über den Pollenflug genauer bestimmen. Außerdem können am neuen Standort, gleich neben der Autobahn, zusätzlich Feinstaubmessungen vorgenommen werden, die wichtige Erkenntnisse im Zusammenhang mit der Wechselwirkung zwischen Pollen- und Feinstaubbelastung liefern, zumal jüngere Forschungsergebnisse davon ausgehen, dass Luftverschmutzung die Pollenallergie verschlimmert“, zeigt sich NÖ Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig über die neue Messstation erfreut.

Der informierte Pollenallergiker wisse sich leichter und besser im Alltag zu schützen, betont Königsberger-Ludwig. Im besten Fall könnten die Vorhersagen in Verbindung mit Maßnahmen, Pollen aus dem Weg zu gehen, auch zur Symptomfreiheit führen.

„Der Pollenwarndienst hilft online unter www.pollenwarndienst.at mit aktuellen Informationen. Parallel dazu gibt eine ‚Gratis-App‘ Auskunft über die aktuelle Pollensituation. Im letzten Jahr verzeichnete die Homepage knapp 300.000 Zugriffe aus Niederösterreich und Wien. Etwa 235.000 Mal wurde die Pollen-App aus den beiden Bundesländern aufgerufen. Zudem nahmen rund 4.000 Personen aus ganz Österreich das kostenlose Angebot des personalisierten ‚Pollen-Tagebuchs‘ in Anspruch, um eigens für sich angepasste Prognosen zu erhalten“, bedankt sich Königsberger-Ludwig bei den MitarbeiterInnen des Pollenwarndienstes für ihre Tätigkeit.