„Demos gehen weiter“. Bürgerinitiative ärgert sich: Statt auf Sorgen der Bürger einzugehen, kam von Post nur der Vorwurf, man würde Ängste schüren.

Von Bernhard Preineder. Erstellt am 31. Juli 2017 (07:55)
Mit Transparenten zeigen die Anrainer ihren Unmut über das Postzentrum. Eine Bürgerinitiative fordert das Aus des Projekts.
NOEN, privat

Enttäuschend verlief das Gespräch zwischen der Initiative gegen das Posverteilerzentrum „LELOG“ und Postgeneraldirektor Georg Pölzl. Lange hatte man um diesen Termin gebeten und sich darauf vorbereitet, Fakten gesammelt, ähnliche Zentren besucht und die Befürchtungen der Anrainer wie Licht- und Lärmbelästigung, Verkehr, Grundstücksentwertung etc. katalogisiert. Man hoffte auf ein Einlenken der Postgranden. „Vergeblich“, wie Etzelsdorfer nach dem Gespräch mitteilte. Diese beharren trotz von der Initiative vorgeschlagene Alternativen am Standort Langenzersdorf. „Wirtschaftlichkeit scheint der Post wichtiger zu sein als Gesundheit und Schlaf“, so Etzeldorfer verbittert.

Schon einmal hätte man beim Villacher Verteilerzentrum St. Magdalenen eine Fehlentscheidung gemacht, weil man erst später draufgekommen wäre, dass sich in unmittelbarer Nähe Wohnsiedlungen befinden. „Doch nun möchte die Post in Langenzersdorf in unmittelbarer Nähe von hunderten Menschen den gleichen, bereits eingestandenen Fehler noch einmal begehen“, versteht Etzeldorfer die Welt nicht mehr.

Statt Entgegenkommen hätte es nur schwere Vorwürfe an die Initiative gehagelt, so etwa, dass sie Ängste in der Bevölkerung schüre. Nach dem Gespräch versprach sie: „Wir werden die Post bei ihrem Vorhaben zuerst verwaltungsrechtlich und dann zivilrechtlich so lange wie möglich aufhalten.“ Mindestens sechs Jahre bis zum Aus. Die Demos werden weitergehen.