Bezirk Korneuburg: Wer betreut Kinder in den Ferien?. Guter Rat ist teuer, wenn die Großeltern nicht einspringen.

Von Herwig Mohsburger. Erstellt am 13. Juni 2019 (05:48)
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Endlich Ferien! Für die Eltern sind diese aber nur entspannend, wenn dieBetreuung der Kinder gesichert ist.

Jeden Sommer stehen Eltern vor dem Problem, wer nun auf ihre Kinder aufpassen wird. Da springen Land, Gemeinden und Private ein und bieten Kurzweil. Die NÖN machte eine Bestandsaufnahme.

Die NÖ Landeskindergärten haben die ersten und letzten drei Ferienwochen geöffnet. Die Regelung gilt für viele Gemeinden, auch für den Kindergarten und die Nachmittagsbetreuung in Großmugl. „Wir sind froh, dass es das Angebot gibt“, erklärt dazu die Obfrau des Elternvereins, Nicola Haslinger-Mayerhofer. Somit müssen berufstätige Eltern nur noch drei Ferienwochen planen. Ein weiterer Vorteil: So haben auch die Kinderbetreuerinnen die Möglichkeit, drei Wochen uneingeschränkt nutzen zu können.

Auch in Ernstbrunn gilt dieses System, „und es wird auch angenommen“, erklärt VP-Bürgermeister Horst Gangl. „Die Masse der Eltern deckt die Ferien aber anders ab.“

Ferienbetreuung wird immer wichtiger

Manchmal funktioniert die Ferienbetreuung auch über Gemeindegrenzen hinweg. „Wir teilen uns die Zeit mit der Gemeinde Hagenbrunn“, erzählt der Enzersfelder VP-Bürgermeister Gerald Glaser. Voraussichtlich 22 Kinder werden diesen Sommer betreut. „Die Hilfe der öffentlichen Hand wird immer wichtiger, weil oft beide Elternteile arbeiten.“

In Stockerau übernimmt die Kindergruppe Kunterbunt die Betreuung. Bis zu 30 Kinder sind laut Sprecher Armin Rabl in den Sommerferien zu Gast, geöffnet ist fast durchgehend. Für ihn zeigt sich: „Der Bedarf an der Ferienbetreuung ist da.“ Vor allem Alleinerziehende seien auf das Angebot angewiesen. Im Sommer beschäftigt die Kindergruppe sogar zusätzlich zwölf Ferialpraktikanten.

Aktiv ist in Stockerau die Sportunion: In der vierten, fünften und sechsten Ferienwoche werden eigene Camps angeboten, erzählt Präsidentin Ilse Wimmer. Bis zu 36 Kinder finden jede Woche Platz. Heuer gibt es eine Kooperation mit den Krankenhäusern Korneuburg/Stockerau. Für deren Bedienstete wurden die Öffnungszeiten adaptiert.

„In Harmannsdorf sind 45 Kinder zu betreuen“, so Gemeindesekretär Günter Hartl. Auch Ausflüge oder Brotbacken stehen am Programm, denn „nur die Kinder in die Betreuung reinstecken, ist zu wenig“, weiß Hartl.

Sechs Wochen geöffnet haben auch Kindergarten und Hort in Stetten, so SP-Bürgermeister Thomas Seifert. Er setzt zudem auf die Aktivitäten beim Ferienspiel: „Jeder bietet etwas an.“

„Wir haben ein wirklich großes Angebot, um alles abzudecken“, erklärt Korneuburgs VP-Bürgermeister Christian Gepp. Dazu gibt es eine durchgehende Ferienbetreuung im Hort. Weil der Veranstaltungsplan schon im Herbst feststeht, „wird der Familienurlaub nach unseren Angeboten geplant“, so Gepp.

Leobendorf hat die Aufgabe der Volkshilfe übertragen, die für eine durchgehende Betreuung am Schulcampus sorgt. Bis zu 40 Kinder sind zeitweise zu unterhalten, „und es werden mehr“, so VP-Bürgermeisterin Magdalena Batoha.

In Stetteldorf ist Kinderbetreuerin Herta Hummel auch während der Sommermonate im Einsatz. Im Rahmen von „Aktiv mit Kindern“, einem Programm, das das ganze Jahr läuft, werden Tage für gemeinsame Unternehmungen angeboten.

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