Erstellt am 21. Mai 2013, 00:00

Ratten geht’s an Kragen. Schädlingsbekämpfung per Gesetz / Das Rattenproblem in der Gemeinde nimmt überhand, ein professioneller Schädlingsbekämpfer wurde engagiert. Die Bewohner sind wenig begeistert ...

 |  NOEN, Morguefile
Von Christian Simon

NIEDERHOLLABRUNN / In Niederhollabrunn wurden in den letzten Wochen vermehrt Ratten gesichtet. Schädlingsbekämpfer sollen dem Treiben nun ein Ende setzen. Schon 2012 konnte erstmals in Bruderndorf ein massives Rattenvorkommen festgestellt werden (die NÖN berichtete). Damals wurde das Problem nur in der betroffenen Siedlung behandelt.

Doch nun scheinen sich die Wanderratten in der ganzen Gemeinde Niederhollabrunn ausgebreitet und eingenistet zu haben. Zur Verhütung der Verbreitung übertragbarer Krankheiten wurde die „Schädlingsbekämpfung Kapela“ aus Haugsdorf mit der planmäßigen Vertilgung der Ratten in der Gemeinde betraut, und eine diesbezügliche Verordnung wurde von Bürgermeister Leopold Wimmer erlassen. Die Einwohner sind demnach verpflichtet, den Anweisungen der Schädlingsbekämpfer nachzukommen und ihnen das Betreten der Grundstücke zu gestatten. Die Kosten für die Rattenvertilger sind dabei vom jeweiligen Grundstücksbesitzer zu tragen.

In Bruderndorf, Streitdorf und Haselbach, wo die Bekämpfung bereits im Gange ist, hält sich die Begeisterung darüber in Grenzen. „Mir war klar, dass die Leute nicht erfreut sein würden, aber wenn wir dieses Problem lösen wollen, muss eben jeder seinen Teil beitragen“, äußert sich Bürgermeister Leopold Wimmer. Die betroffenen Haushalte werden außerdem aufgerufen, Nahrungsmittel und Speiseabfälle sorgfältig zu verwahren, um eine Vermengung mit den Giftködern zu vermeiden. Die toten Ratten müssen eingesammelt und mindestens 40 Zentimeter tief vergraben oder verbrannt werden. Die von den Ratten nicht angenommenen Giftköder sind nach 14 Tagen einzusammeln und über den Restmüll zu entsorgen. In Niederhollabrunn und Niederfellabrunn hat die Rattenbekämpfung bereits begonnen.