Kulturzentrum in Korneuburg: Ein Fass ohne Boden?. Wie geht es mit dem Kulturzentrum weiter? Schon im Sommer erklärte Museumsobmann Otto Pacher, dass tiefgreifende Renovierungsarbeiten am Gebäude unabdingbar wären.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 07. Februar 2021 (04:29)
Einmal mehr muss das Kulturzentrum saniert werden. Barrierefreiheit und Trockenlegung sind unabdingbar.
Preineder

Derzeit ist das Museum nicht barrierefrei zugänglich und auch die Nässe setzt dem Gemäuer, das 1908 als Tröpferlbad erbaut wurde, erheblich zu. Freilich kostet eine dementsprechende Adaptierung und Sanierung viel Geld: Pacher rechnet mit einem Finanzierungsbedarf von ein bis zwei Millionen Euro.

Mittlerweile ist ein halbes Jahr vergangen. Aufgrund der Pandemie musste das Museum die meiste Zeit geschlossen bleiben, davor erlebte man aber eine Hochblüte. Kulturstadtrat An dreas Minnich bedankt sich beim Museumsteam für die gesteigerte Ausstellungsfrequenz und zahlreiche andere Veranstaltungen. Dass jetzt wieder viel Geld in die Sanierung fließen muss, hinterlässt allerdings den bitteren Beigeschmack, dass es sich hier um ein Fass ohne Boden handeln könnte. Gerüchte, dass der Standort nicht gesichert sei, verdichteten sich.

„Es wurde in den letzten Jahren schon sehr viel Geld in die Trockenlegung, die Einrichtung eines Schaudepots oder auch diverse Adaptionen investiert, und das wird auch in Zukunft notwendig sein“, gab Minnich gleichermaßen eine Standortgarantie ab – und: „Von einer anderen Verwendung oder Verwertung des Kulturzentrums kann keine Rede sein. Wir müssen uns jetzt überlegen, wie wir die weiteren Schritte finanzieren können.“ Eine fixe Entscheidung bezüglich eines Umbaus gibt es noch nicht, „auch coronabedingt“, wie Minnich betonte. Man werde aber zeitnah eine Entscheidung treffen müssen.

Neben dem Umbau ist auch eine Dependance in der Werft im Gespräch. „Zumindest haben wir das jetzt schon am Radar“, verrät Minnich.