Leitzersdorfer Pfarrer tritt in Ruhestand. Franz Ochenbauer (63) legt seine Funktion als Pfarrer nieder. Gemeinsam mit der NÖN blickte er auf seine lange Amtszeit in Leitzersdorf zurück.

Von Dieter Rathauscher. Erstellt am 15. September 2019 (06:25)
Rathauscher
Pfarrer Franz Ochenbauer kann wiederlachen, nacheinem Burnout wird er beruflich kürzertreten.Rathauscher

Im Mai 2016, anlässlich der Feier seines 60. Geburtstags, wurde Franz Ochenbauer vom Seniorenbund Leitzersdorf zum Ehrenmitglied ernannt. Damals waren die Leitzersdorfer schon besorgt, man wollte sich nicht vorstellen, dass der äußerst beliebte Pfarrer in Ruhestand gehen könnte. Doch nun ist es tatsächlich soweit, Ochenbauer beendet seine Tätigkeit in der Gemeinde.

„Mein Antreten als Pfarrer hier in Leitzersdorf war unerwartet. Ich kann mich noch genau erinnern, es war am 31. August 1990 um 14 Uhr, als ich zum Pfarrer ernannt wurde“, ist die Erinnerung bei ihm noch sehr präsent. Damals war er Kaplan in Großjedlersdorf und schrieb gerade an seiner Dissertation über das Neue Testament.

„Man funktioniert lange und merkt nicht, wenn es ans Limit geht. In meinem Fall endete es in einem totalen Burn-out.“Pfarrer Franz Ochenbauer

Sehr bald unterrichtete er zusätzlich an der Pädagogischen Akademie und später auch an der Hochschule. Er war daneben auch Hochschulseelsorger und Seelsorger für die angeschlossenen Schulen. Zudem wurde der Theologe Rektor der Neulandschulen und 2018 zum Vizerektor für religiöse Bildung an der Universität ernannt.

Ochenbauer blickt auf eine schwierige Phase seines Lebens zurück: „Man funktioniert lange und merkt nicht, wenn es ans Limit geht. In meinem Fall endete es in einem totalen Burn-out.“ In einer ersten Konsequenz gab er zu Beginn des Jahres alle Verpflichtungen abseits seiner Pfarre auf. Damit hoffte er, weitermachen zu können, aber auch das funktionierte nicht, und so traf er im Mai die Entscheidung, auch die Pfarre aufzugeben und die Pension anzutreten.

Damit ist ein Umzug verbunden: Ochenbauer wird wieder in die Gemeinde seiner Herkunft, Trattenbach (Bezirk Neunkirchen), ziehen, wo auch sein 90-jähriger Vater lebt. Dort will er „auf kleiner Flamme“ in der Pfarre helfen. Es war gar keine leichte Entscheidung, Leitzersdorf zu verlassen, betont er.