Sammeltaxi gewünscht?. Für Bürgermeister Gottfried Muck wäre ein Sammeltaxi eine sinnvolle Investition. Eine Umfrage sollte klären, ob Bedarf besteht. Bisher war der Rücklauf jedoch gering.

Von Albert Wilder. Erstellt am 25. Juni 2014 (07:01)
NOEN, Wilder
Bürgermeister Gottfried Muck setzt auf mehr Mobilität und möchte bei Bedarf den Betrieb eines Sammeltaxis in der Marktgemeinde Sierndorf aufnehmen. Foto: Wilder
In ländlichen Gebieten lassen öffentliche Verkehrsmittel oft zu wünschen übrig. Ein Arztbesuch oder ein Einkauf können daher schnell zum Problem werden, wenn mehrere Kilometer zu überwinden sind und kein Auto zur Hand ist. Dieses Problem packt Bürgermeister Gottfried Muck nun bei den Hörnern und lässt den Bedarf für ein Sammeltaxi innerhalb der Bevölkerung erheben.

Muck setzt künftig auf mehr Kommunikation

In der letzten Gemeindezeitung war in diesem Zusammenhang ein Fragebogen zu finden, der abfragte, ob Bedarf für diese neue Möglichkeit der Fortbewegung besteht. „Leider kamen nur rund 22 Fragebögen retour. Über 100 Interessenten müssten es schon sein“, gibt Muck eine Mindestanzahl an Personen vor.

Aus den Katastralgemeinden Höbersdorf, Obermallebarn und Untermallebarn kam überhaupt kein ausgefüllter Fragebogen retour. Die Zuganbindung im Ort bzw. der durch diese Ortschaften fahrende Postbus dürften ihren Teil dazu beitragen, dass sich niemand gemeldet hat.

Da diese Vorzüge aber nicht auf alle Katastralgemeinden der Marktgemeinde Sierndorf zutreffen, setzt Muck künftig auf mehr Kommunikation und möchte in der nächsten Gemeindezeitung eine neue Umfrage starten.

Ernstbrunner Modell für Sierndorf vorstellbar

Sofern Bedarf vorhanden ist, gibt es danach mehrere Möglichkeiten zur Umsetzung, wobei sich Muck die Modelle der Gemeinden Ernstbrunn und Stetteldorf angesehen hat, die Sammeltaxis betreiben. In Ernstbrunn organisiert ein Verein mit freiwilligen Fahrern die Fahrten.

Dieses Modell kann sich Muck für seine Marktgemeinde vorstellen. Eine Fahrt schlägt sich dort mit 2,50 Euro für den Fahrgast nieder. Zusätzlich ist ein geringer jährlicher Mitgliedsbeitrag notwendig. Daneben gibt es das Modell mit fixen Linien, die zu bestimmten Zeiten Busstationen anfahren, sofern ein Anruf eingeht.

„Bei Ruftaxis kann es für den Fahrer zu Wartezeiten kommen. Diese entfallen bei fixen Linien“, zeigt Muck, dass er sich über Details Gedanken gemacht hat.

Verhandlungen mit lokalen Transportunternehmen

Für den Betrieb würde die Marktgemeinde zwei neunsitzige Busse benötigen, falls einer der Busse repariert werden muss. Bei der Anschaffung der Busse und bei der Umsetzung des Projekts hofft Bürgermeister Muck auf die Unterstützung des Landes.

Daneben verhandelt er mit einem lokalen Transportunternehmen, das aktuell die Beförderung der Kindergartenkinder über hat. Vorerst gilt es jedoch abzuklären, ob die Sierndorfer das Sammeltaxi überhaupt haben wollen.