Leitzersdorfer Nepomuk hat nun ein schickes Haus. Die Nepomuk-Statue wurde aufwendig saniert, ebenso die kleine Kapelle. Für Ortschef Schöber ist klar: Es ist Aufgabe der Gemeinde, solche Kulturgüter zu erhalten.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 19. Juni 2019 (05:29)
Höberth
Von allen Seiten wieder schön anzusehen: Die kleine Kapelle, die rund um die Nepomuk-Statue erbaut wurde.

„Was unseren Nepomuk so besonders macht? Er hat ein Dach über dem Kopf!“, lacht BGL-Bürgermeister Franz Schöber. Und seit ein paar Tagen noch dazu eines, das seiner würdig ist.

Die Säule stammt aus dem Jahr 1763, seine Kapelle gegenüber der Volksschule hat er aber erst Jahrzehnte später bekommen. Kein Wunder also, dass sowohl das Gemäuer als auch der „Herr des Hauses“ einmal eine Sanierung brauchten.

„Haben als Gemeinde die Verpflichtung, Kulturgüter zu erhalten“

„Wir haben für dieses Projekt Fördergelder vom Bundesdenkmalamt bekommen. Es wurde aber auch viel in Eigenregie gestemmt“, ist Schöber stolz. Am kommenden Donnerstag werden die sanierte Kapelle und die Statue im Rahmen der Fronleichnamsprozession präsentiert, ein Altar wird davor errichtet. Von außen ist für den großen Tag schon alles bereit, am Montag wurde am Innenraum aber noch fleißig gearbeitet.

„In meinen Augen haben wir als Gemeinde die Verpflichtung, Kulturgüter zu erhalten. Wir wissen nicht, wer unseren Nepomuk und die Kapelle erschaffen hat, aber es wurde sicher viel Herzblut reingesteckt“, so Schöber. Auch bei den Gemeindegebäuden will er mit gutem Beispiel vorangehen: „Wir wollen immer, dass die Privaten ihre Häuser sanieren. Dann müssen wir es ihnen auch vorleben.“

Viel Tourismus passiert in der Region nicht, aber da Leitzersdorf am Jakobsweg liegt und auch der Planetenweg Besucher anziehen soll, musste die kleine Kapelle im Ortskern wieder auf Vordermann gebracht werden. „Die Kapelle bleibt offen, man kann immer auf den Nepomuk blicken“, freut sich Schöber.

Umfrage beendet

  • Erhaltung von Kulturgut: Wird hier genug investiert?