Heinzelmännchen als Müllsammler in Großmugl. Ein familiärer Spaziergang endete für Marina, Matteo und Nadin in einer Sammelaktion.

Von Dieter Rathauscher. Erstellt am 03. Februar 2021 (03:59)
Mit „Daumen runter“ kommentierten Marina, Matteo und Nadin die illegale Müllentsorgung entlang der Hochstraße.
privat

Vor zwei Wochen beklagte sich ÖVP-Bürgermeister Karl Lehner über Vandalismus und Müllansammlungen entlang der Hochstraße (die NÖN berichtete). Dabei hatte er zwischen zwei Erkundungen vor Ort zu seiner Überraschung eine geheimnisvolle Reduzierung des Müllbergs beim Rieplkreuz bemerkt.

Das Geheimnis um die „Heinzelmännchen“ ist nun gelüftet: Regina Schrödl und ihre Kinder Marina, Matteo und Nadin hatten genug von Lockdown und Distance Learning und begaben sich auf einen Spaziergang ins Grüne oberhalb von Großmugl. Dabei passierten sie auch die Hochstraße, wo sie eine Anhäufung von weggeworfenen Plastikflaschen, Aludosen und anderem Müll entdeckten. Spontan drängten die Kinder ihre Mutter dazu, Plastiksackerln aus dem Auto zu holen und den Müll einzusammeln. „Mama, wir können das nicht so liegen lassen und müssen das wegräumen“, appellierten die Kids.

Bald zeigte sich, dass die vorhandenen Säcke nicht reichten, deshalb holten die fleißigen Sammler von zu Hause gelbe Säcke. Nach drei Stunden hatten sie fünf davon bis zum Rand angefüllt, obwohl die Kinder die Flaschen und Dosen flachgetreten hatten. Schrödl informierte den Bürgermeister, der sich begeistert bedankte. Sie gibt aber zu bedenken, dass es einiger Nachahmer aus der Gemeinde bedarf, um in Zukunft ähnliche Müllberge zu vermeiden.